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	<title>Editorial &#8211; Agni-Magazin</title>
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	<description>Du bist der Architekt Deines Lebens!</description>
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		<title>Zeitpunkt Edition 11: Meditation verändert unseren Blickwinkel und unser Handeln</title>
		<link>https://agni-magazin.de/zeitpunkt-edition-11/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Nickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2023 17:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Edition 11]]></category>
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					<description><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 7</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>wenn ich am Nachmittag im Badezimmer aus dem Fenster schaue, dann strahlt die Sonne durch die dichte Krone einer wunderbaren Rotbuche, die auf dem Nachbargrundstück steht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich dieser Anblick mit jedem Tag im Jahreslauf verändert. Vor wenigen Tagen waren die Baumkrone noch viel weniger dicht und die Blätter beinahe […]
<p><a href="https://agni-magazin.de/zeitpunkt-edition-11/" rel="nofollow">Quelle</a></p>]]></description>
		
		
		
			</item>
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		<title>Herbst 2021: Die Fülle des Lebens wahrnehmen, teilen und gemeinsam genießen</title>
		<link>https://agni-magazin.de/herbst-2021-die-fuelle-des-lebens-wahrnehmen-teilen-und-gemeinsam-geniessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Nickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2021 16:25:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zeitpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Fülle]]></category>
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		<category><![CDATA[Herbst 2021]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 6</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span><p style="text-align: center;"><strong>Von Michael Nickel</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Langsam aber sicher macht sich das Herbstgefühl wieder breit. Die Tage werden schon deutlich kürzer, die Nächte kälter und die Luft ist klar und beginnt den Schein der Herbstsonne in ihrer charakteristischen Weise über uns auszuschütten. Das Herbstgefühl ruft in vielen von uns eine Art Wehmut hervor, das war wohl schon immer so und wurde von unzähligen Dichtern zum Ausdruck gebracht. Unter diesen Herbstgedichten ist mir seit langer Zeit eines von Rainer Maria Rilke ans Herz gewachsen:</p>

<table class=" alignright" style="width: 50%; border-collapse: collapse;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 100%;">
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Herbsttag</em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 10pt;">Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.</span>
<span style="font-size: 10pt;">Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,</span>
<span style="font-size: 10pt;">und auf den Fluren laß die Winde los.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 10pt;">Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;</span>
<span style="font-size: 10pt;">gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,</span>
<span style="font-size: 10pt;">dränge sie zur Vollendung hin und jage</span>
<span style="font-size: 10pt;">die letzte Süße in den schweren Wein.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 10pt;">Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.</span>
<span style="font-size: 10pt;">Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,</span>
<span style="font-size: 10pt;">wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben</span>
<span style="font-size: 10pt;">und wird in den Alleen hin und her</span>
<span style="font-size: 10pt;">unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 10pt;"><em>Rainer Maria Rilke</em>
(<em>Das Buch der Bilder</em>)</span></p>
</blockquote>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">So melancholisch das Gedicht zunächst klingen mag, so sehr betont Rilke in ihm doch auch die Fülle des Lebens, die im Herbst steckt. Nicht umsonst feiern viele Kulturen rund um die Welt ein Erntedankfest - die einen früher, die andern später, doch selbst dort wo die Jahreszeiten nicht so ausgeprägt sind wie in unseren Breiten und es vielleicht sogar mehrere Ernten im Jahr gibt, ist diese Idee und dieser Drang sich zu einem bestimmten Fest im Jahreslauf für die Fülle der Geschenke der Natur zu bedanken, fest verankert.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn wir - wie Rilke in seiner zweiten Strophe - dieses drängende und allzu menschliche Verlangen haben, dass diese Fülle noch immenser sein möge, damit wir sie noch einmal voll auskosten können, es bleibt dass Bewusstsein, dass der lange, kalte Winter kommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch noch ist es nicht soweit und ich möchte mich auch nicht in einer Gedichtsinterpretation zu einem meiner Lieblingsdichter verlieren, auch wenn es eine herrliche Doppeldeutigkeit in sich trägt, die den Jahreslauf allegorisch mit dem Lebenslauf von uns Menschen vergleicht. Darin klingt bei Rilke immer wieder eine Art Weltsicht, die an die östliche Spiritualität erinnern mag und sich den großen Kräften des Universums hingibt - wie dem Wind im Gedicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch bei Rilke schwingt, wenn es um den späteren Herbst und vielleicht auch den Herbst unserer Lebenszeit geht - wie bei so vielen von uns Menschen - ein Gefühl der Einsamkeit, der Unruhe und des Unfriedens mit. Das unruhige wandern im Alleinsein in den Alleen, in denen der Wind die Blätter treibt. Der Mensch, der sich kein Haus mehr baut - weil es zu spät ist ... Das alles hat klar etwas mit dem zu tun, <a href="https://agni-magazin.de/die-14-zustaende-die-uns-die-lebensenergie-entziehen-und-der-erste-schritt-uns-aus-ihrem-wuergegriff-zu-befreien/" target="_blank" rel="noopener">was uns laut Sri-Vidya-Philosophie den Frieden raubt</a> - und <a href="https://agni-magazin.de/die-18-kategorien-von-frieden-und-was-sie-mit-uns-und-unserer-zeit-zu-tun-haben/" target="_blank" rel="noopener">was überhaupt nach deren Vorstellung zum Frieden gehört</a> und diesen ausmacht. Darüber habe ich vor einiger Zeit geschrieben und es passt wunderbar zu diesen Herbstgedanken, auch wenn diese beiden Gedankenfutter nicht im eigentlichen Sinn Teil dieser Herbst-Edition des Agni-Magazins sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Frage, die sich hier basierend auf Rilkes beispielhaftem Herbstgefühl des Alleinseins stellt ist jedoch: Müssen wir wir allein sein? Müssen wir uns alleine fühlen? Müssen wir Angst haben, die Fülle zu verlieren?</p>
<p><a href="https://agni-magazin.de/herbst-2021-die-fuelle-des-lebens-wahrnehmen-teilen-und-gemeinsam-geniessen/" rel="nofollow">Quelle</a></p>]]></description>
		
		
		
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