Schlagwortarchiv für: Kontemplation

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

zum Vollmond am 4. Dezember 2025 wollen wir alle zum letzten Mal in diesem Jahr von 21 bis 22 Uhr innehalten und über die Bedeutung von Advent und Weihnachten nachdenken.

In dem ewig sich wiederholenden Jahreszyklus befinden wir uns wieder einmal in der Vorweihnachtszeit, einer Zeit die der Menschenseele die Verheißung schenkt, zu einer tiefen Erkenntnis seines eigenen Seins, seines Ursprungs kommen zu können. Die Nächte werden sternenklar und offenbaren Geistiges aus den Höhen, während in den Erdentiefen eine heilige Ordnung zu entstehen beginnt, die neues Leben im kommenden Frühling hervorbringen wird.

Wie finden wir gemeinsam den Weg zu der Bewusstseinserhöhung, die es uns ermöglicht, in ein lauschendes Vernehmen und Schauen derjenigen Welt hineinzuwachsen, die wir die Geistige Welt nennen. Alle Wirkungen in dieser Welt haben eine Ursache, die ganz anders beschaffen sein muss als diese Welt voller Gegensätze, in der wir leben. Wir schlafen ja alle tief mit offenen Augen. Das Bewusstsein, das wir durch die Sinneswahrnehmungen und das Verstandesdenken haben, betrifft nur eine dünne Oberflächenschicht. Die apokalyptischen Donnerschläge der Natur oder die Katastrophen wie Kriege, von Menschen selber erzeugt, sind wie Zeichen, die uns aus unserem tiefen Schlaf aufwecken wollen. Das in jedem von uns schlummernde Geistbewusstsein soll durch diese wehenartigen Prüfungen neu erweckt werden. Die Welt des Schauens soll sich uns auftun. So hat Emil Bock schon im 2. Weltkrieg geschrieben und heute gelten diese Gedanken immer noch oder schon wieder.

Die zarte Stille des Advents, die kindliche Seligkeit des Weihnachtsfestes sind Geschenke, die in unserer lauten, unruhigen Zeit immer seltener geworden sind.

Wir können der Winterzeit folgen und still werden, ganz tief in uns hinein lauschen, wenn wir einen inneren Weg gehen wollen. In der dunkelsten Zeit des Jahres, am dunkelsten Tag zur dunkelsten Stunde, tief in der Nacht, kann sich uns die eigentliche Weihnachtsgabe offenbaren, die uns das zeigt, was wir eigentlich sind, ein strahlendes Licht im innersten unserer Herzen.

Was wir uns alle zu Weihnachten schenken, kann uns nur zu leicht ablenken von der eigentlichen Erkenntnismöglichkeit, die uns Menschen das Geheimnis unseres eigenen Seins offenbart.

Mit der Erkenntnis dieses geistigen Lichtes, das im innersten unseres Herzens ruht und das eigentlich jeder von uns ist, kann endlich der Friede in unsere Seelen einziehen, der in der Weihnachtszeit verheißen wird.

Wahrer Friede ist der Zustand der Seele, die das sich offenbarende Göttliche in sich aufgenommen hat.

Eine solche Erkenntnis, die sich Dir aus der inneren Stille Deines Herzens offenbart wird Dir helfen, ein Leben zu führen, um reifer zu werden auf dem Weg der Menschenveredelung, der Welterhaltung und der Weltentwicklung. Jede Erkenntnis, die Du suchst, nur um dein Wissen zu bereichern, nur um Schätze in und außerhalb von Dir anzuhäufen, wird Dir den Weg nach innen versperren.

Die Liebe zur inneren Freiheit wird Dir helfen, das Wahre von der reinen Erscheinung unterscheiden zu lernen, die Wahrheit von der bloßen Meinung und zu einer Wertschätzung zu gelangen des Wahren und Wirklichen gegenüber der bloßen Erscheinung. Dann wird wahrer Friede in Dich einziehen können und Du wirst das, was das Weihnachtsfest Dir schenken will, erkennen und erleben können und was Du suchst, das wirst du in dem strahlenden Lächeln der vor Bewunderung und Staunen weit geöffneten Augen der Kinder erkennen können. Was sich Dir in der stillen Meditation offenbaren kann, kannst Du auch mit einem erwachten Bewusstsein im Sternenhimmel, in der Natur und den Menschen schauen lernen.

Ich wünsche euch allen den Mut, gegen die Strömung zu schwimmen, um die Quelle des Flusses in all ihrer Pracht zu erleben. Ich wünsche euch eine erlebnisreiche vorweihnachtliche Zeit und eine stille, Licht erfüllte Weihnacht.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


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Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Mittwoch, den 05. November 2025, erstrahlt der den Winter ankündigende Vollmond, am sternenklaren Himmel. Hier in Güldenholm leuchtet die Natur zurzeit in einem so strahlenden Licht, dass wir alle mühelos still werden und andächtig diese Schönheit der Natur bestaunen. Aus dieser stillen Kontemplation heraus steigen Fragen auf, wie:

„Wer bin ich eigentlich? – Was wird mir an mir selber klar, wenn ich mich der Stille und äußeren Reizlosigkeit aussetze?“

Die Antwort darauf kann ich nicht ergreifen, sie ist mir nicht verfügbar. Sie stellt sich mir ein, oder sie stellt sich mir nicht ein. So schweige ich und warte. Ich erkenne, dass selbstgemachte Erfahrungen für mich wichtiger werden als übernommene Erkenntnisse. In unserer Arbeit mit Menschen werden wir so immer schweigsamer und helfen somit unserem Gegenüber, das eigene Suchen herauszufordern anstatt, den nach Antworten im Außen suchenden Fragesteller, vorschnell mit dem gewünschten Gut zu befriedigen. Auf diese Weise können wir die in uns und den Anderen schlummernden Kraft- und Heilungsressourcen kennenlernen und wirken lassen. Diese Form der Selbsterfahrung beginnt im Mittelpunkt unserer Entwicklung zu stehen und steht der Selbstentfremdung gegenüber. So kann Heilung, im ursprünglichen Sinne von Heil-Sein, geschehen.

Im Schweigen werden wir mit den Phänomenen des Burn-Out oder auch der Depression konfrontiert und durch die Kultur des Innehaltens und Fragens „Was brauche ich wirklich?“ erhalten wir die Möglichkeit, darin eher eine Herausforderung zu sehen, als etwas anzusehen, was beseitigt werden muss. Ich kann erkennen, dass ich auf dem Wege in die Depression entweder einen Weg beschreite, der mich zum Tode führen kann, oder einen Weg zum Leben. Die Depression kann so ein Ende bedeuten oder den Anfang zu wahrem Leben. Dadurch kann sie Dir eine Tür öffnen zu einer Erfahrung, dass ich und Du und alle Menschen miteinander verbunden sind, durch die stärksten Bande menschlicher Gesellschaft und Gemeinschaft—am stärksten aber verbindet uns das gemeinsame Empfinden, dass in jedem von uns etwas ist, was nicht gesellschaftlich, sondern göttlich, einzigartig und unantastbar ist.

Diese Haltung, die eigene Wirklichkeit aus der inneren seelischen Erfahrung zu gewinnen, braucht Mut und Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte und in den göttlichen Keim in einem jeden Menschen.

Das Schweigen wird nun zum Mittel, sich nicht über andere zu erheben oder seine eigenen Tugenden besonders herauszustellen. Aus dem Schweigen lässt sich mehr Nutzen ziehen als aus jeder Rede. Eine bescheidene Haltung schützt davor, einer manipulierenden Haltung zu verfallen. Eine Verwandlung, Transformation lässt sich nicht erzwingen, wir können sie aber geschehen lassen und bei anderen liebevoll begleiten.

Lasst uns alle gemeinsam von 21 bis 22 Uhr die Kultur des Innehaltens pflegen, in dem Sinne:

OH MENSCH HALT INNE UND BESINNE DICH!

Ich wünsche euch allen eine besinnliche, erkenntnisreiche, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


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Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am Montag, den 6. Oktober 2025,  erstrahlt der Herbstvollmond am azurblauen Himmel vielleicht hinter dunklen Wolken, doch er strahlt. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über eine Möglichkeit kontemplieren, was wir in dieser Welt voller Unruhe und Zerstörung an Sinnvollem machen können. Jede von euch kann in ihrem Zimmer, ihrem Haus und Grundstück in ihrer unmittelbaren Umgebung ein Paradies schaffen, in dem die Seelen der Menschen Nahrung erhalten.

Ich möchte euch deshalb einladen, über die Bildung von spirituellen Freundeskreisen in eurem eigenen Lebensumfeld zu kontemplieren. Lasst uns Freundeskreise im wahrsten Sinne des Wortes aufbauen, im Kreis sitzen und Dialoge führen, in denen immer nur einer spricht mit dem Gesprächsstab in der Hand und alle anderen hören zu mit einer inneren Haltung der Wertschätzung, ohne zu bewerten und zu beurteilen, und die Person, die spricht, spricht vom Herzen aus und sagt alles, was in dem Augenblick von Bedeutung ist. In solchen Situationen gilt das Bibelwort: „Wenn zwei in meinem Namen zusammen sind, dann bin ich unter euch.“ Dann kann die Geistige Welt sich zu Wort melden auf oft unvorstellbare Weise und wir können lernen, dem Prozess voll zu vertrauen.

Wenn wir lernen, jeden Menschen wie einen Freund zu behandeln, würden sich der Bewusstseinszustand und die Lebensqualität in der Welt vollkommen verändern. Wir würden anfangen, als ein großes Team zu handeln, als eine Familie, die zum Nutzen aller wirkt. Jeder würde dem anderen dienen, so gut er könnte, und genau das würde ihn glücklich machen.

Wir können folgende Übung aus den spirituellen Freundeskreisen heraus entwickeln: Begegne jedem Menschen bei Deiner Arbeit, zu Hause und in der Freizeit wie einem Freund. Blicke hinter die Maske jener, über die Du urteilst, und gestalte Dir, das zu sehen, was sie in Wahrheit für Dich sind. Stell Dir vor, wie schön es wäre, nur Freunde um sich herum zu haben. An Unterschieden würdest Du Dich erfreuen und sie als Ergänzungen für Dein eigenes Leben erleben.

Ich wünsche euch allen eine besinnliche, stille Stunde und grüße euch

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


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Lesedauer 6 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und der Herbst beginnt seine Blütenpracht, seine Früchte und herrlichen Gaben zu offenbaren. Lasst uns am Sonntag, den 7. September 2025 von 21 bis 22 Uhr still werden.  Das folgende Gebet und die folgende Kontemplation lass auf Dich wirken und betrachte einmal die Wirkung auf Deinen Geist in stiller Beschaulichkeit:

Gebet

Wann immer Du den Wunsch nach einem Gebet verspürst, sollte es vom Herzen aus geschehen in der Sprache der Liebe mit der eine Mutter oder ein Vater zu einem neugeborenen Kind spricht. Sie muss nicht grammatisch korrekt, strukturiert und formal perfekt sein:  Ernsthaftigkeit ist das Geheimnis.

Unmittelbar vor der Meditation solltest Du einen spontanen Segen aussprechen, um den Geist der Göttlichen Realität in Dein Bewusstsein einzuladen.

Das Folgende ist als spirituelle Nahrung für Deine Gedanken gedacht:

O Herr des Lebens, der Du in mir ruhst, der mir das Licht gibt, damit ich sehen kann, der mir die Kraft gibt, zu hören, zu riechen, zu schmecken, zu fühlen, zu denken und zu analysieren, der mir die Energie schenkt in dieser äußeren Welt zu gehen und Aufgaben zu erledigen, O Zentrum der Kraft in mir, gib mir Kraft direkt von Dir — Du bist meine einzige Kraftquelle.

O Mutter, O Du innen Ruhende, Licht des Lichtes, Heilige der Heiligen, demütig bitte ich um Deine Gegenwart, um zu mir zu kommen und mich in meiner Meditation und Übungspraxis zu führen.
Lehre mich, das Angenehme und Unangenehme mit Gelassenheit zu tragen, zu erinnern, dass Du der Ursprung von allem bist, dass alles hier für mich da ist, um gebraucht und genossen zu werden und nicht, um es zu besitzen oder dadurch besessen zu werden.

O helft mir, meinen Geist, Körper und meine Sinne zu reinigen, so, dass ich ein Instrument für die Liebe, die Vergebung und das Mitgefühl werden kann, um euren Willen auszuüben, selbst im Gewahrsein meiner Vorlieben und Ablehnungen.

O ihr im Innern Ruhende; obwohl ich an den Attraktionen und Versuchungen dieser materiellen Welt hänge sehne ich mich danach, alles Dir hinzugeben: Ich gebe Dir den Atem, den Körper, den Geist und die Sinne hin. Ich gebe Dir jedes Konzept von „ich, mir und meins“ hin. Ich gebe Dir alle Furcht, Wut und selbstsüchtigen Wünsche hin. Ich gebe Dir die Unwissenheit des Getrenntseins und die Illusion des Tuenden hin. Auf dem Altar der Hingabe will ich Dir meine Erwartungen, Vorahnungen, Neigungen, meine Urteile, Schlussfolgerungen und Meinungen hingeben jeden Gedanken, jedes Wort, jede Tat.

Dieses Opfer bringe ich liebevoll, bescheiden und ernst dar und bete, dass Du das Opfer im Feuer Deines Lichtes aufnehmen mögest, dass Du mich von der Unwissenheit zur Weisheit, von der Dunkelheit ans Licht und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit führen mögest.

O Du im Innern Ruhende, ich bete um Deine Stärke. Demütig bitte ich um Deinen Segen. Ich bete um Deinen Segen durch die Schriften, Ich bete um Deinen Segen durch die LehrerInnen, die mich das Wissen lehren. Ich bete um den Segen durch die Göttliche Realität im Innern.

Möge die Stimme und das Licht der Göttlichen Realität in mir in meinem Bewusstsein wachsen. Segne mich mit Ohren zu hören, mit Augen zu sehen zu allen Zeiten und in allen Beziehungen, so dass ich aus vollem Glauben in diesem Leben erklären kann: „ Ich und mein Vater sind eins.“

Kontemplation

Sitze in Deiner Meditationshaltung mit geradem Rücken, Nacken und Kopf. Lass Deinen Körper ruhig, stabil und absolut still werden.

Mit einer einfachen, langen Ausatmung wandere durch Deinen Körper vom Kopf bis zu den Zehen und entspanne jede Spannung, in den Muskelgruppen. Mit der Ausatmung lass jede Spannung herausströmen.

Lass die Atmung zur Zwerchfellatmung werden, verbunden mit allem.
Ruhig … tief … langsam … sanft … gleichmäßig und beständig, ununterbrochen fließend …
Beobachte, wie die Atmung durch den ganzen Körper fließt vom Kopf bis zu den Zehen und von den Zehen bis zum Kopf.

Empfinde nun das Energiefeld des Körpers …
Fühle die Lebendigkeit des Körpers …
Dieses Feld ist eine Öffnung zu der Inneren Präsenz …

Werde eins mit und absorbiere die Lebendigkeit, die Energie dieser Lebendigkeit.

Wenn Dein Guru Mantra auftaucht lass es einfach schwingen, lass es ununterbrochen pulsieren im Hintergrund während Du Dich entspannst und lass es Dich tiefer in die Stille, in das reine Schweigen führen.

Ein Schweigen, das absolut still ist…
Ein Schweigen, das eine Bewusstseins-Gegenwart ist … eine Gegenwart, die nur als  DAS bezeichnet werden kann.
So, als wäre der ganze unendliche Raum lebendig und sich seiner selbst bewusst …
So, als wäre der Raum in einem Zimmer reines Bewusstsein, reine bewusste Gegenwart, in sich enthaltend alle Inhalte des Raumes und bleibt doch unberührt durch ihre Gegenwart …
Genauso ist die Gesamtheit des inneren Raumes reines Bewusstsein und reine Achtsamkeit, reine bewusste Gegenwart, die in sich alle Inhalte des Geistes, der Egozentrizität, des kleinen Selbst enthält und doch unberührt durch sie ist …
Ein Nichts,  ein Raum,  eine Leere aus reinem Bewusstsein…und doch ein Nichts, das etwas ist …

Volle Fülle in einem, volle Fülle in vielem,
wenn man die Fülle von der Fülle nimmt,
was übrig bleibt ist volle Fülle. —Isha Upanishad

Die Macht und die Gegenwart des ewigen JETZT

Diese Gegenwart mag erleuchtet sein von einem sanften weißen oder goldenen Licht
Und wenn der Geist still genug ist kannst Du eventuell ein ständiges Flüstern hören
Das Flüstern eines Fließens reinsten Wissens und reinster Sicherheit …
Das ist die Innere Lehre.
Die sanfte Liebkosung eines herabfließenden Segens … das ist der innere Geliebte … Liebe flüstert …

Du bist Dir vielleicht auch der feinen Klänge im rechten Ohr im Hintergrund bewusst…
Einige werden durch Licht andere durch Klang geführt.
Gedanken, Bilder oder Empfindungen können durch den inneren Raum des Geistes fließen
Lass sie wie Wolken durch den Raum des Himmels ziehen …

Die Präsenz wird zum Vordergrund, Gedanken werden nur zu einem murmelnden Hintergrund der nicht länger die Präsenz stört.
Wenn auch nur die kleinste Störung aus Deinem Geist aufsteigen will, lass sie in der Form Deines Mantras aufsteigen.
Dann lass sie wieder feiner werden und in der Stille aufgehen.
Bewege Dich so hin und her zwischen dem Pulsieren des Mantras und der Stille, um so die Präsenz zu stabilisieren …
Geh ganz auf im DAS … in der völligen Stille … im vollkommenen Schweigen im Bewusstsein
Ruhe in Shanti … im völligen Frieden … in dem Frieden, der nicht zu verstehen ist …

Lass nun Dein Mantra wieder auftauchen… Führe es sanft und langsam an die Oberfläche des Geistes … verbinde es mit der Atmung, beide fließen in den Nasenflügeln zusammen als ob sie von einem gemeinsamen Punkt im Geist aufsteigen.

ICH SUCHE DEN FRIEDEN UND NICHT MEIN RECHT

Ich wünsche euch eine erholsame stille Stunde
in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


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Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Der Sommer geht seinem Ende entgegen und es wird Zeit an das Ernten der gereiften Saatkörner zu denken, die wir alle in den vergangenen Monaten gesät haben. Die stille Stunde in der Nacht des nächsten Vollmondes um 21 Uhr am 9. August 2025 ist eine solche Zeit des Erntens. In ihr kannst Du Dich selber kennen lernen so, wie es die folgende Begebenheit beschreibt:

 

Zu einem Einsiedler kamen eines Tages Menschen. Sie fragten ihn:

„Welchen Sinn siehst du in einem Leben der Stille?“

Er war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einer tiefen Zisterne beschäftigt.

„Schaut in die Zisterne, was seht ihr?“ fragte er die Besucher: „Wir sehen nichts.“

Nach einer Weile forderte der Einsiedler sie wieder auf: „Schaut in die Zisterne, was seht ihr?“ Sie blickten hinunter und sagten: „Jetzt sehen wir uns selbst.“

Der Einsiedler sprach: „Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig, und ihr konntet nichts sehen. Jetzt ist das Wasser ruhig, und ihr erkennt euch selbst. Das ist die Erfahrung der Stille.“

 

Erst, wenn wir Nichthandeln in unserem Handeln erkennen und Handeln im Nichthandeln, dann beginnen wir eine Ahnung von den in uns schlummernden Schätzen und Fähigkeiten zu bekommen.

Ich wünsche euch eine besinnliche Stunde und grüße euch in liebevoller Verbundenheit.

Wolfgang


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Lesedauer 6 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Donnerstag, 10. Juli 2025, steht der voll erleuchtete Mond in seinem gelblich, rötlichen Schein still und kraftvoll am Himmel und lädt uns alle zu einer stillen Stunde um 21 Uhr ein, ein jeder an seinem Platz. Gleichzeitig ist heute Gurupurnima. An diesem Tag wird die Kraft verherrlicht, die uns von der Dunkelheit ans Licht, von der Unwissenheit zur Weisheit und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit führt.

Still zu werden ist eine Kunst, die eine Führung der geistigen Aufmerksamkeit voraussetzt und wir deshalb die 7 vorbereitenden Schritte gehen, um eine Freundschaft mit dem eigenen Geist zu schließen (dazu schau Dir alle Bewegungen Deines Geistes an, gib ihnen einen Titel und stell die Titel wie ein Buch in ein Bücherregal, dann pflege den inneren Dialog mit Deinem Geist, dass Du Dich zu einer anderen Zeit mit diesen Themen beschäftigen wirst). Nach etwa zwei bis drei Minuten führe Deine Aufmerksamkeit zu den Nasenflügeln und schau Dir die kühlere Ein- und die wärmere Ausatmung in den Nasenflügeln an.

Sobald Deine Atmung ruhig und gleichmäßig fließt, ohne Pause, ohne Geräusche und ohne jede Anstrengung, folge Deinem Atem in Deinen Körper hinein und sieh Dir die Ausdehnung der Einatmung in Deinen Körperräumen an und wie sie sich wieder zusammenziehen während der Ausatmung. Jetzt kultiviere dabei die Vorstellung von der Reinigung und Befreiung von allem, was Dich innerlich belastet und bedrückt während der Ausatmung und von der Ernährung und Erfrischung während der Einatmung.

Im fünften Schritt schau Dir nun dieses Wunder der Ein- und Ausatmung an, das Du in jedem Moment neu erhältst, für das Du nichts zu tun brauchst, von einer Kraft, die Dich so akzeptiert wie Du bist, mit all Deinen Stärken und Schwächen. Diese Grundlage für jede innere Entspannung etabliere ohne jede Anstrengung, danach entspanne Dich von der Krone des Kopfes bis zu den Zehen und von den Zehen bis zur Krone im Kopf.

Im siebten Schritt gehe in Deiner Vorstellung in den innersten Raum Deines Herzens , werde ganz still und beginne nun ein Beobachtungsabenteuer, dem Du Dich zunächst lesend annähern kannst, um es dann immer mehr innerlich erfahren zu können:

Die Stille ist nicht nichts!

Sie ist ein Raum von Klang erfüllt, aus dem die Welt entsteht: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war Gott und Gott war das Wort. Alles, was es auf der Erde gibt, ist aus diesem entstanden.“ (Johannes Evangelium)

Menschen, die ihr Leben der Meditation gewidmet haben, haben in dieser Stille diesen Klang hören gelernt und dabei angefangen, den Menschen in seinen tiefsten Tiefen verstehen zu lernen. Der eine Klang begann sich in viele aufzuteilen und ließ die feinen und groben Elemente entstehen, die wiederum Energiezentren zu bilden begannen.

So nahmen sie in der Kuhle im Hals das Element Raum wahr mit der Eigenschaft des Klanges und erkannten, dass es der reine Klang Gottes war. Dieser führte sie dann zu dem Element Luft mit den Eigenschaften Klang und Berührung und bildete das Herzzentrum. Den Wind, die Luft kannst Du fühlen. Niemand kann den Wind aufhalten, er ist reiner, emanzipierter Geist und wählt überall dorthin zu gehen, wohin es ihm gefällt.

Mit dieser Kraft der Freiheit erfüllt die Luft das Herzzentrum und bildet mit ihrer Klangkraft das Feuer mit den Eigenschaften Klang, Berührung und Form. Das Feuer kann man sehen. Es bildet das Bauchnabelzentrum. Die Erde kann vergiftet sein, das Wasser kann vergiftet sein, die Luft kann voll giftiger Gase sein aber das Feuer ist immer rein, immer reinigend und verbrennt alle Unreinheiten.

Mit dieser reinigenden Klangkraft bildet es das Wasser mit den Eigenschaften Klang, Berührung, Form und Geschmack. Das Wasser kannst Du schmecken. Das Wasser ist immer im Gleichgewicht, egal wie Du ein mit Wasser gefülltes Glas hältst, es ist immer im Gleichgewicht. Es bildet das Sexualzentrum. Das Wasser reinigt uns, wenn wir duschen und fließt unaufhörlich solange, bis es mit der Einheit des Ozeans verschmilzt.

Mit dieser Kraft bildet es die Erde mit den Eigenschaften Klang, Berührung, Form, Geschmack und Geruch. Die Erde kannst Du riechen. Sie gibt Dir Stabilität, trägt und schützt Dich und bildet das unterste Energiezentrum am Fuße der Wirbelsäule.

All dies entsteht aus dem einen reinen Klang Gottes, aus dem sich verschiedene natürliche Klangqualitäten entwickeln, die dann all diese Elemente und Kraftzentren bilden.

Diesen Klang Gottes nennt man in der Sanskritsprache Shabdha Brahman aus dem ein Bindhu, ein Konzentrations-Intensitätspunkt entsteht, der sich im feinstofflichen Körper des Klanges manifestiert. Man nennt ihn auch Nada und dieser Klang Nada wird durch die natürlichen Namen ausgedrückt, die man Matrikas nennt. Aus diesen entstehen Aksharas, die Buchstaben des Sanskrit Alphabetes. Sie bilden die Bija Mantren, die Saatklänge, die der Mensch dann aussprechen kann und stellen die engste Beziehung zu den natürlichen Namen, Klängen der Objekte dieser Welt dar.

Wir können die Bija Mantren wahrnehmen, hören und aussprechen und können ihre feinstoffliche Schwingung fühlen. Das sind die Schwingungen von Nada Shakti, der Klangkraft, Wenn wir so lauschend zwischen dem grobstofflichen und dem feinstofflichen Wort eine Verbindung schaffen, dann kreieren wir eine Brücke von Verständnis und wir begeben uns in das intuitive Wahrnehmen und Verständnis von der Entstehung der Schwingungen der Mantras, der heilenden Klänge und der Entstehung des Menschen und dieser Welt.

Jenseits der intellektuellen Definition gelangen wir zum Gefühl von der Schwingung. Nun beginnen wir mit diesem Gefühl den Klang des Mantras zu wiederholen und können erleben, wie uns dieser Klang durch seine immer feiner werdende Schwingung in die Stille zu führen beginnt, aus der heraus wir dann wieder ganz feine Empfindungen erfahren, die uns zu dem groben, lauten Klangausdrucks des Mantras führen.

Findet dieser Prozess durch regelmäßiges Üben statt, dann erleben wir die Guru-Kraft von innen heraus, die wir an dem heutigen Tag verehren. Unsere intuitive Wahrnehmungsfähigkeit lässt sie uns erleben.

Dieses großartige Erleben lässt mich vor dieser Kraft, die jeden Menschen segnet und beschenkt in Dankbarkeit verneigen.

Ich wünsche euch eine gesegnete stille Stunde und ein heiliges Lauschen in einem immerwährend stattfindenden Schöpfungsprozess.

In liebevoller Verbundenheit,

Wolfgang


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Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

lasst uns am Montag, den 12. Mai von 21 bis 22 Uhr still werden und die wundersame Kraft des Frühlings bewundern, der uns einen Eindruck von der außergewöhnlichen Schönheit der Geistigen Welt schenken kann.

Wir können diese sich uns offenbarende Kraft nutzen, um unsere Mittlerrolle zwischen Himmel und Erde zu kontemplieren. Die Blütenpracht der Bäume ist wie eine stille Botschaft aus der Geistigen Welt, um die Erde und die darauf lebenden Menschen an ihre Existenz zu erinnern.

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So werde still, entspanne Dich und visualisiere einen in Blüte stehenden Baum. Schau Dir genau die Formen und Farben an, die Du innerlich siehst. Dann beginne Dich auf nur eine einzige Blüte zu konzentrieren und stelle sie Dir in Deinem Herzen vor.

Sieh sie Dir genau an und studiere sie bis in das kleinste Detail. Dann stelle Dir die Kraft und die Schönheit dieser Blüte vor. Stell’ Dir vor, Du bist diese Kraft, diese Schönheit – nicht die Blüte selbst, sondern das, was sie zur Blüte macht. Stell’ Dir vor, wie Du nach einer langen kalten Winterzeit in Deinem Leben aufzublühen beginnst in all Deiner herrlichen Pracht. Verbinde in Deiner Vorstellung diese Kraft, die Du bist, mit dem zeitlosen Strom des Fließens Deiner Atmung in Deiner Wirbelsäule und beobachte dort, wie dieser eine Strom von Atmung, Prana, Bewusstsein, Kraft und Schönheit Deine Wirbelsäule erfüllt von der Krone im Kopf bis zum Ende der Wirbelsäule und wieder hinauf.

Sobald Du diese Vorstellung empfinden kannst, gehe in das Zentrum Deines Herzens, einen von Licht erfüllten Raum, und werde dort ganz still. Wenn Dein Geist wandern will, dann erlaube ihm, den Klang des Mantrams hervorzubringen und beginne, diesem Klang zu lauschen. Das mache solange, wie Du magst, und gehe dann so aus der Übung heraus, wie Du in sie hinein gegangen bist.

Ich wünsche Dir eine erholsame, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

P.S.:


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Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

die jährlich wiederkehrende Zeitspanne von Palmsonntag bis zum Ostersonntag erinnert uns an die bewußte Wahrnehmung dessen, das in uns sterben muß, damit wir zu einem neuen Leben, zum wahren Menschsein, auferstehen können. „Siehe, das ist der Mensch!“ spricht Pilatus zu dem blutig Geschlagenen.

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Christian Morgenstern sagt dazu:

Ich habe den Menschen gesehen in seiner tiefsten Gestalt.
Ich kenne die Welt bis auf den Grundgehalt.
Ich weiß, dass Liebe, Liebe ihr tiefster Sinn,
Und dass ich da, um immer mehr zu lieben, bin.
Ich breite die Arme aus, wie Er getan,
Ich möchte die ganze Welt, wie Er, umfahn.

Wer das Leiden der Menschheit mitleidet, dem wird das eigene, persönliche Leiden leichter. Nichts gibt so viel Kraft, mit den Schwierigkeiten des Lebens fertig zu werden, als die Seele in der Fähigkeit zu Hingabe, Empathie und zum Opfer zu üben.

Das Mahamrtyunjaya Mantra – Sieg über den Tod –  repräsentiert dieses Ostermysterium. Seine Wiederholung und Schwingung hilft uns, die Kreuzigung der Egozentrizität in uns, all dessen, das uns einredet, wir seien nicht gut genug, seien dunkel, böse, nicht würdig genug, bewußt zu erleben und überwinden zu lernen, um das Licht, die Freude und den Frieden in uns, durch die wir geschaffen wurden und die unser innerstes Wesen sind erleben zu können. Der wahre Mensch erkennt sich als diese in der Auferstehung und begreift sich in seinem Sein als ein Segen für die Menschheit, um diese mit seinem reinen Sein zu segnen. Diesen Segen zu spenden und die Menschenherzen zu erfreuen, ist der Sinn unseres Lebens. Das Ostermysterium ruft uns immer wieder von neuem dazu auf, uns darauf zu besinnen.

Der Vollmond fällt auf den Palmsonntag, 13. April 2025. Ich wünsche euch eine erkenntnisreiche, stille Stunde von 21-22 Uhr.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

P.S.: Ein Freund hat diese Wandteppiche entworfen mit dem Titel : Humanes, der Mensch.


P.P.S.:


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Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 13. Januar ist es wieder soweit. Der Januar-Vollmond steht am klaren, kalten Nachthimmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über das Phänomen des Selbststudiums kontemplieren, das immer wichtiger in dieser immer chaotischer werdenden Welt wird.

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Es ist eine bedeutende Möglichkeit, das Unterscheidungsvermögen zu schärfen, das die einzige menschliche Fähigkeit ist, die uns in die Freiheit führen kann. Alle anderen Fähigkeiten binden uns an die Welt. Die Beseitigung des Unterscheidungsvermögens mit der Begründung der Erhaltung der Meinungsfreiheit in den Medien kann uns nur in ein verheerendes Chaos führen.

So lasst uns die bedeutenden Worte von Nelson Mandela kontemplieren, die er im Gefängnis geschrieben hat, bevor er der Präsident von Süd-Afrika wurde:

Die Zelle ist der ideale Ort, um sich selbst kennenzulernen, realistisch und regelmäßig die Entwicklung der eigenen Gedanken und Gefühle zu erforschen. Wenn wir unser Fortkommen als Individuen beurteilen, konzentrieren wir uns gern auf äußere Faktoren wie gesellschaftliche Stellung und Beliebtheit, Reichtum und Bildungsstand. Sie sind selbstverständlich wichtig, um den materiellen Erfolg zu messen, und es ist völlig verständlich, wenn viele Menschen sich anstrengen, um all das zu erreichen.

Aber innere Faktoren sind für die Beurteilung unserer Entwicklung als Menschen wohl noch entscheidender. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Einfachheit, Bescheidenheit, echte Großzügigkeit, das Fehlen von Eitelkeit, die Bereitschaft, anderen zu dienen – Eigenschaften, die für jede Seele leicht zu erreichen sind -, bilden die Grundlage unseres geistigen Lebens. Eine Fortentwicklung in diesen Bereichen ist nur zu bewerkstelligen, wenn man ernsthafte Introspektion betreibt, sich selbst kennenlernt, seine Schwächen und Fehler. Zumindest gibt einem die Gefängniszelle die Gelegenheit, täglich sein gesamtes Verhalten zu prüfen, Schlechtes zu überwinden und zu entwickeln, was gut ist. Regelmäßige Meditation, sagen wir, 15 Minuten am Tag vor dem Zubettgehen, kann in dieser Hinsicht sehr fruchtbar sein.  Am Anfang fällt es vielleicht schwer, die negativen Bestandteile seines Lebens zu erkennen, doch der zehnte Versuch bringt womöglich reichen Lohn. Vergessen wir nie, dass ein Heiliger ein Sünder ist, der am Ball bleibt.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine kontemplative Auseinandersetzung mit den inneren Faktoren des wahren Menschseins. Das nennt man eine kreative Gestaltung von Swadyaya, dem Selbststudium.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


P.S.:

Am jeweils letzten Freitag des Monats (außer Juli und Dezember) trifft sich mein Online-Jahreskurs zum „Inspiration- und Meditation-Abend“. Siehe die Kursseite auf Agni Online unter folgendem Link: Meditationsabende mit Wolfgang Bischoff


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Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 15. Dezember erstrahlt am 3. Advent der letzte Vollmond in diesem Jahr. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über den wunderbaren, ernsthaften Brief von Dietrich Bonhoeffer kontemplieren, den er am 17.Dezember 1943 aus dem Gefängnis an seine Eltern schrieb. In diesen so trüben Zeiten, die uns vermutlich jetzt bevorstehen, können solche Gedanken eine erbauliche Nahrung für unsere Seelen sein:

Aus dem Gefängnis

Liebe Eltern!

Es bleibt mir wohl nichts übrig, als Euch für alle Fälle schon einen Weihnachtsbrief zu schreiben. Ich brauche Euch nicht zu sagen, wie groß meine Sehnsucht nach Freiheit und nach Euch allen ist. Aber Ihr habt uns durch Jahrzehnte hindurch so unvergleichlich schöne Weihnachten bereitet, dass die dankbare Erinnerung daran stark genug ist, um auch ein dunkleres Weihnachten zu überstrahlen. In solchen Zeiten erweist es sich eigentlich erst, was es bedeutet, eine Vergangenheit und ein inneres Erbe zu besitzen, das von dem Wandel der Zeiten und Zufällen unabhängig ist. Das Bewusstsein, von einer geistigen Überlieferung, die durch die Jahrhunderte reicht, getragen zu sein, gibt einem allen vorübergehenden Bedrängnissen gegenüber das sichere Gefühl der Geborgenheit.

Vom Christlichen her gesehen kann ein Weihnachten in der Gefängniszelle ja kein besonderes Problem sein. Wahrscheinlich wird in diesem Hause hier von Vielen ein sinnvolleres und echteres Weihnachten gefeiert werden als dort, wo man nur noch den Namen dieses Festes hat. Dass Elend, Leid, Armut, Einsamkeit, Hilflosigkeit und Schuld vor den Augen Gottes etwas ganz anderes bedeuten als im Urteil der Menschen, dass Gott sich gerade dorthin wendet, wo die Menschen sich abzuwenden pflegen, dass Christus im Stall geboren wurde, weil er sonst keinen Raum in der Herberge fand – das begreift ein Gefangener besser als ein anderer, und das ist für ihn eine wirklich frohe Botschaft.

Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar.
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen,
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

In diesem Sinne grüße ich euch von ganzem Herzen in Liebe und in tiefem Respekt gegenüber euren wunderbaren Seelen:

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 


P.S.:

Am jeweils letzten Freitag des Monats (außer Juli und Dezember) trifft sich mein Online-Jahreskurs zum „Inspiration- und Meditation-Abend“. Letzten Monat, am Freitag 29. November, fand der letzte Live-Abend für dieses Jahr statt.  Im Dezember folgt ein inspirierendes Video mit einer Satsang-Aufzeichnung.

Es besteht jetzt die Möglichkeit, bis Ende des Jahres Zugang zum Kursportal mit allen Aufzeichnungen der Inspirations- und Meditationsabende von 2024, sowie den Materialien und den Bonus-Videos für Juli und Dezember zu bekommen. Siehe die Kursseite auf Agni Online unter folgendem Link: Meditationsabende mit Wolfgang Bischoff

Der nächste Jahreskurs startet dann im Januar 2025 und kann ab etwa 10. Januar gebucht werden. Der Schnupperzugang für den Rest von 2024 ist eine ideale Gelegenheit, diese Gruppenabende kennenzulernen.


Input von Wolfgang kannst Du über diese Online-Veranstaltungen auf unserem Agni Online Portal bekommen: