Schlagwortarchiv für: Vollmond

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Diesen Vollmondtext kannst Du dir auch vom Autor Wolfgang Bischoff persönlich vorlesen lassen:

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

 

am Donnerstag, 23. Mai erstrahlt der Frühlingsvollmond am azurblauen Himmel. Lasst uns von 21 bis 22 Uhr gemeinsam still werden und die Stille in ihrer erkenntnisreichen Kraft erfahren.

William Blake schreibt:

Sieh eine Welt in einem Körnchen Sand

Und einen Himmel in der wilden Blume,

Greif das Unendliche mit Deiner Hand,

Und fühle Ewigkeit in einer Stunde.

Gerade habe wir Pfingsten erlebt, das Fest der Menschheit, des Zuhörens, des Verstehen-Lernens und des Miteinander Lebens im freilassenden Dialog. Es gibt uns die Gelegenheit darüber zu kontemplieren, wie Frieden in der Welt geschaffen werden kann. Gewalt kann nur Gewalt hervorbringen und sollte von uns nicht unterstützt werden.

Ich wünsche euch allen eine ruhige, besinnliche Stunde.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Lesedauer 2 Minuten

Diesen Vollmondtext kannst Du dir auch vom Autor Wolfgang Bischoff persönlich vorlesen lassen:

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am Mittwoch, den 24. April strahlt der Frühlingsvollmond am sternenklaren Himmel. Lasst uns von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Essenz der Meditation kontemplieren.

Wenn Du nichts mehr kannst, weil Du vielleicht krank bist oder sonst wie vom Leben aufgesogen bist, wenn Dich das Mantra verlassen hat und Du Schwierigkeiten hast zu kontemplieren, wenn Dein Geist voller unruhiger Bewegungen ist und Du Dich gar nicht wohl fühlst, was bleibt Dir dann?

Mit jedem Atemzug kannst Du in die Tiefe Deines Bewusstseins absinken und Dich mit Deinem reinen Sein, Deiner Achtsamkeit, Deinem Gewahrsein, Deinem Bewusstsein verbinden. Das war immer da, ist immer da und wird immer da sein. Jetzt schaut es verwundert auf Deine Unruhe und Dein Unwohlsein. Wenn Du das erlebst, taucht ein Lächeln in Dir auf und Du bekommst einen schüchternen Eindruck von der ersten, inneren Umhüllung, die dein reines Sein umgibt – Freude, Friede und Glückseligkeit. Mit diesem inneren Bewusstsein kannst Du Dir dann alles in der Welt in Dir und um Dich herum betrachten und erlebst, dass Du Dich damit nicht identifizieren musst.

Ich wünsche euch allen eine besinnliche, friedliche, stille Stunde

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

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Diesen Vollmondtext kannst Du dir auch vom Autor Wolfgang Bischoff persönlich vorlesen lassen:

Von Wolfgang Bischoff

 

Liebe Menschen,

am 25. März erstrahlt der Ostervollmond am strahlend blauen Himmel. Lasst uns von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Bedeutung des immer wiederkehrenden Osterfestes kontemplieren.

Viele von euch haben mir eine Rückmeldung gegeben, bis Ende März die Fastenzeit mitzumachen. Wir sind also mitten in einer interessanten Feuerübung und gehen auf den Karfreitag zu, an dem die Egozentrizität gekreuzigt wird, sich mit dem Tod verbindet und aufzulösen beginnt und dadurch eine Vereinigung der Gegensätze und Pole, die das Kreuz symbolisiert, oben wie unten, links wie rechts, im 5., dem Kreuzungspunkt, stattfinden kann. Hier bildet sich Bindu, der fünfte Pol als Punkt, durch eine hundertprozentige Konzentration auf diesen einen Punkt. Bindu bedeutet in der Übersetzung aus dem Sanskrit ins Deutsche:

Konzentration der Aufmerksamkeit des Geistes auf den kleinstmöglichen Punkt,
um dadurch
in eine neue Bewusstseinssphäre durchstoßen zu können.

Die Überwindung des Todes kann nun erlebt werden – und die Auferstehung in einen neuen Seinszustand.
 Das Prinzip von Hoffnung, von bedingungsloser Liebe und Mitgefühl beginnt sich zu offenbaren. Das Wesen des Osterfestes beginnt sich zu zeigen. Mit jedem neuen Atemzug erhalten wir eine neue Chance, unser Leben so zu gestalten, das es auf das Licht der Auferstehung und die Überwindung des eigenen kleinen Egos ausgerichtet wird.

Goethe schreibt:

„Von der Gewalt, die alle Menschen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet“. 

Rainer Maria Rilke schreibt in dem Gedicht „Der Schauende“, wie der Mensch sich überwinden lernen kann, um den Sieg über den Tod zu erlangen und die Auferstehung zu erleben:

Der Schauende

Ich sehe den Bäumen die Stürme an,
die aus laugewordenen Tagen
an meine ängstlichen Fenster schlagen,
und höre die Fernen Dinge sagen,
die ich nicht ohne Freund ertragen,
nicht ohne Schwester lieben kann.

Da geht der Sturm, ein Umgestalter,
geht durch den Wald und durch die Zeit,
und alles ist wie ohne Alter:
die Landschaft, wie ein Vers im Psalter,
ist Ernst und Wucht und Ewigkeit.

Wie ist das klein, womit wir ringen,
was mit uns ringt, wie ist das groß;
ließen wir, ähnlicher den Dingen,
uns so vom großen Sturm bezwingen, –
wir würden weit und namenlos.

Was wir besiegen, ist das Kleine,
und der Erfolg selbst macht uns klein.
Das Ewige und Ungemeine
will nicht von uns gebogen sein.
Das ist der Engel, der den Ringern
des Alten Testaments erschien:
wenn seiner Widersacher Sehnen
im Kampfe sich metallen dehnen,
fühlt er sie unter seinen Fingern
wie Saiten tiefer Melodien.

Wen dieser Engel überwand,
welcher so oft auf Kampf verzichtet,
der geht gerecht und aufgerichtet
und groß aus jener harten Hand,
die sich, wie formend, an ihn schmiegte.
Die Siege laden ihn nicht ein.
Sein Wachstum ist: der Tiefbesiegte
von immer Größerem zu sein.

Demut und Dankbarkeit entwickeln sich bei der Wahrnehmung des Lichtes, in das Du bei der Auferstehung in ein neues geistiges Sein wiedergeboren wirst. Du beginnst Dich als dieses Licht zu erkennen, das Du eigentlich bist und warst, bevor Du Deinen Namen erhalten hast.

Wenn wir uns die Osterwoche und die Entwicklung hin zur Auferstehung anschauen, dann war sie nur möglich durch die willentliche Konfrontation mit den eigenen Feinden und der uns umgebenden Dunkelheit, den Schattenseiten unserer Persönlichkeit. Judas, die Häscher, der Verrat und die Verurteilung, die Kreuzigung und die Misshandlungen sind alles Symbole dafür. Jesus wehrt sich nicht gegen das Böse, sondern er vereinigt sich mit den Gegenkräften und sagt:

„Jetzt ist eure Stunde gekommen, jetzt hat die Finsternis das Wort.“


Er überwindet das Böse und den Tod dadurch, dass er sich damit vereinigt und somit die Gegensätze in sich in einen harmonischen Zustand bringt. Kampf kann die Spaltung in uns und unter uns nicht überwinden.

In uralten Texten wird das dunkle Zeitalter der Menschheit so beschrieben, als wäre es eine Beschreibung unserer heutigen Zeit:
Armut , Verwirrung, Gewalt gegen die Naturgesetze nehmen zu. Chaos und Naturkatastrophen breiten sich aus. Drogen, Spiele, Konsum, Verbrechen nehmen zu. Das Gesundheitssystem funktioniert nicht mehr.

Kriege finden statt und wirtschaftliche Unsicherheiten nehmen zu. Die Nahrung ist nicht mehr nahrhaft. Korruption überall. Depression nimmt zu. Wut, Gier nach immer mehr ohne Ende, Zorn, Neid und Zweifel bestimmen immer mehr das Handeln der Menschen. Wasser, Luft und Licht werden verkauft. Keine Achtung vor der Spiritualität des Menschen. Die Lauten werden verehrt, die Ernsthaften verlacht. Die Bedeutung vom Feuer als der Vermittler zwischen manifester und unmanifester Wirklichkeit geht verloren. Die Sprache der Menschen beginnt zu verflachen und die Seelen beginnen zu verhungern.

Es ist eine Darstellung der Kreuzigung der Menschheit. 

Das Auferstehungsereignis zeigt jedoch einen Weg heraus aus dieser Dunkelheit und diesem Leiden:
Eine innere Haltung kann sich entwickeln, dass ich das Recht habe, nur das in Anspruch zu nehmen, was genügt, um mich zu ernähren und das Leben zu erhalten. Das Geben und Teilen, das Mitgefühl für Andere breiten sich aus. Wir beginnen die Kinder vor den Umwelteinflüssen zu schützen und schützen einander. Wir erleben uns als Weltbürger und teilen die Sorge für die Welt. Wir beginnen die Natur zu schützen und Mutter Erde zu pflegen, zu achten und zu ehren.

Dankbarkeit, Demut und die Fähigkeit, sich vor Größerem innerlich zu verneigen, beginnen sich zu entwickeln. Das Siegenwollen und der Größenwahn werden von der inneren Kraft – der Tiefbesiegte von immer Größerem zu sein – abgelöst.
 Wir beginnen, Inseln der Schönheit und Stille zu schaffen, an denen die ausgehungerten Seelen zur Ruhe kommen können und Nahrung erhalten. Spirituelle Inseln für die Menschheit erhalten eine immer größer werdende Bedeutung.

All dies sind die Voraussetzungen, um das Licht sehen zu lernen, das wir eigentlich sind, das auszustrahlen beginnt und die Menschheit erfreut. Das ist Ostern – das lässt das Leben mit all seiner Beschwerlichkeit sinnvoll erscheinen.

Ich wünsche euch eine besinnliche, stille Stunde

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

 

Liebe Menschen,

am 24. Februar erstrahlt der Vollmond am azurblauen Himmel und zeigt die langsame Beendigung der Winterzeit an. Lasst uns gemeinsam, jede, jeder auf seine Weise, still werden von 21 bis 22 Uhr und die Stille als unsere wahre Natur wahrnehmen lernen.

Stell Dir einmal vor wie das erste aller Bücher entstanden ist. Es ist aus der Stille des Herzens entstanden, indem der Mensch sich selber zugehört hat, in sich hinein gelauscht hat und den Klang seiner Stille mit der enthaltenen Botschaft wahrgenommen hat. Stille ist eigentlich unsere wahre Natur.

Die Stille ist einfach. In ihr können wir unser reines Sein erleben. Sie ist die Quelle aller Objekte und aller Botschaften, die für unser Schicksal von Bedeutung sind. Deshalb sagte mein Lehrer 2 Jahre vor seinem Tod: “Von nun an unterrichte ich Dich im Schweigen, so wie es die Tradition seit Jahrtausenden macht.“

Seitdem übe ich mühelos, ohne jede Anstrengung, in die Stille zu lauschen und erlebe den Zusammenhang von der Stille, dem Schweigen und dem Zuhören.

In einer Zeit, in der sich erwachsene Menschen totschießen, weil sie einander nicht mehr zuhören können und deshalb auch nicht verstehen können, ist die Kunst des Zuhörens eine der bedeutendsten Tugenden, mit der sich die Menschheit beschäftigen sollte.

Stille und Schweigen sind heilig, sie sind Heilung. Sie sind von der Zeit unberührt und sind Meditation. Mühelos, ohne jede Anstrengung erfahren wir unser innerstes, reinstes Sein, um das sich die erste menschliche Hülle legt, die reinste Freude und Glückseligkeit.

Stille ist die Heimat jeder kreativen Aktivität, sie geht der Sprache der Musik und allen Künsten voraus.

Der oder die in der Stille Gegründete lebt in ständiger Hingabe, Dankbarkeit, in fortwährender Liebe.

Vom 23.bis zum 25. Februar werden wir uns im Online Seminar „Die Kunst des Zuhörens“ mit diesen Inhalten beschäftigen, um zu lernen, wie wir uns in Eigenverantwortung in einen beseelten, glücklichen Zustand bringen können, der unsere wahre Natur ist.

Ich wünsche euch allen eine beseelte, stille Stunde.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Ankündigung Live-Online-Workshop „Die Kunst des Zuhörens“.

In der heutigen Zeit, in der Menschen Kriege führen und töten anstatt miteinander zu reden, zuzuhören und verstehen zu lernen, wird es immer bedeutsamer die Kunst des Zuhörens kennen zu lernen.

Vom 23. bis zum 25. Februar gibt Wolfgang zu diesem Thema ein online Seminar und lädt euch alle ein daran teilzunehmen. Bitte meldet euch über das Kontaktformular von Wolfgang Bischoff an.

Kosten des Seminars 400,00 € (Betrag umsatzsteuerbefreit), MLP Bank IBAN: DE31672300004015719736.

Die Güldenholm Stiftung kann euch bei der Bewältigung der Kosten großzügig unterstützen. Anfragen bitte über das Kontaktformular von Wolfgang Bischoff.

Die direkte Anmeldung (mit verschiedenen Zahlungsweisen) ist auch über das agni-online Portal möglich – Nach dem Live Workshop auch auf Abruf – Preis bei Anmeldung über Kursportal 475,00 € (399,16 € zzgl. 19% Umsatzssteuer).

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

 

Liebe Menschen,

am 25. Januar lade ich euch alle ein von 21 bis 22 Uhr still zu werden und nach innen zu lauschen mit wacher Präsenz und einer neutralen Haltung. Aus dieser Haltung heraus kontempliere dann die folgenden Worte einer weisen alten Frau:

„Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du fängst an, mir Ratschläge zu geben, hast du nicht getan, worum ich dich gebeten habe. Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du fängst an, mir zu sagen, warum ich mich nicht so fühlen sollte, dann trittst du auf meinen Gefühlen herum. Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du meinst, etwas tun zu müssen, um mein Problem zu lösen, hast du mich enttäuscht – so seltsam das auch klingen mag.

Hör zu!

Alles, worum ich dich bitte, ist, dass du mir zuhörst, nicht redest oder etwas tust, sondern mir einfach zuhörst.

Wenn du etwas für mich tust, was ich selbst tun kann und muss, trägst du zu meiner Angst und Unzulänglichkeit bei, aber wenn du als einfache Tatsache akzeptierst, dass ich fühle, was ich fühle, egal wie irrational es ist, dann kann ich aufhören, dich überzeugen zu wollen, und kann mich daran machen, es zu verstehen.“

Irrationale Gefühle ergeben einen Sinn, wenn wir verstehen, was dahinter steckt, und wenn das klar ist, liegen die Antworten auf der Hand, und ich brauche keine Ratschläge.

Vielleicht funktioniert das Gebet deshalb manchmal für manche Menschen, weil Gott stumm ist und keine Ratschläge gibt, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Gott hört einfach nur zu und lässt dich die Dinge selbst lösen.

Also höre bitte einfach zu. Wenn Du reden willst, warte eine Minute, bis Du dran bist, und ich werde Dir zuhören.“

Ich wünsche euch eine besinnliche, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Ankündigung Live-Online-Workshop „Die Kunst des Zuhörens“.

In der heutigen Zeit, in der Menschen Kriege führen und töten anstatt miteinander zu reden, zuzuhören und verstehen zu lernen, wird es immer bedeutsamer die Kunst des Zuhörens kennen zu lernen.

Vom 23. bis zum 25. Februar gebe ich zu diesem Thema ein online Seminar und lade euch alle ein daran teilzunehmen. Bitte meldet euch über das Kontaktformular von Wolfgang Bischoff an.

Kosten des Seminars 400,00 € (Betrag umsatzsteuerbefreit), MLP Bank IBAN: DE31672300004015719736.

Die Güldenholm Stiftung kann euch bei der Bewältigung der Kosten großzügig unterstützen. Anfragen bitte über das Kontaktformular von Wolfgang Bischoff.

Die direkte Anmeldung (mit verschiedenen Zahlungsweisen) ist auch über das agni-online Portal möglich – Nach dem Live Workshop auch auf Abruf – Preis bei Anmeldung über Kursportal 475,00 € (399,16 € zzgl. 19% Umsatzssteuer).

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Das Jahr 2023 geht mit einer Vollmondnacht am 26. Dezember seinem Ende entgegen. Ich lade euch alle ein, mit mir von 21-22 Uhr still zu werden und einen Jahresrückblick zu unternehmen. Schau dir zunächst die Ereignisse dieses Tages rückwärts an, von dem Moment an, in dem du dich niedergelassen hast, bis zum morgendlichen Aufstehen. Erlaube deinem Geist, alle Tagesereignisse rückwärts hervorzubringen, die für ihn von Bedeutung waren. Schau sie dir an, ohne sie zu bewerten.

Und dann erlaube deinem Geist, rückwärts die Jahresereignisse hervorzubringen, die dein Leben besonders geprägt haben, ohne jede Anstrengung. Schau dir mit Interesse an, welche Ereignisse er hervorbringt und lass diese Gedankenbewegungen gehen, wie sie gekommen sind.

Danach beginne folgenden Gedanken zu kontemplieren: „Der Mensch wird immer mehr Mensch, indem er ein Ausdruck der Welt wird; er findet sich, indem er sich nicht sucht, sondern sich in Liebe wollend mit der Welt verbindet.“

Dieses Innehalten und Stillwerden und sich dann aus dem Erahnen, was die Zukunft auf uns zubringen wird, mit der Welt in Liebe zu verbinden im tätigen Gestalten, das sind praktische Möglichkeiten, sich mit den verwirrenden Weltereignissen zu konfrontieren und anderen dabei zu helfen, damit fertig werden zu können.

Um das tun zu können, dafür wünsche ich euch Zeit und sende euch den Gruß von einer der größten Seelen, die Deutschland und die Welt je gekannt hat – Dietrich Bonhoeffer. Er schrieb aus dem Gefängnis, in dem er am letzten Tag vor der Beendigung des 2. Weltkrieges von dem Hitlerregime zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, folgende Zeilen:

VON GUTEN MÄCHTEN
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Dezember 1944

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gesundes Neues Jahr.

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

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Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Ruhm oder Integrität: was ist wichtiger?
Geld oder Glück: was ist wertvoller?
Erfolg oder Misserfolg: was ist zerstörerischer?

Wenn Du Deine Erfüllung bei anderen suchst, dann wirst Du nie erfüllt sein.
Wenn Dein Glück vom Geld abhängig ist, dann wirst Du mit Dir selbst nie glücklich sein.

Sei zufrieden mit dem was Du hast,
Erfreue Dich an den Dingen wie sie sind,
Wenn Du erkennst, dass es an nichts fehlt,
Dann gehört Dir die ganze Welt.

TAO te CHING

Am 27. November um 21 Uhr lade ich euch zu einer stillen Stunde ein, in der wir uns auf Wesentliches im Leben besinnen können. Am 13. November 1996 verließ dass Bewusstsein einer großen Seele einen Körper und vereinigte sich mit den Bewusstseinskräften der Geistigen Welt. Bis dahin hatten wir mit 500 Millionen Dollar Spendengeldern eine Krankenhausstadt am Fuße der Himalayas erbaut für notleidende Menschen, die bis dahin keinerlei ärztliche Versorgung hatten. Heute ist dieses Projekt zu einer offiziellen Universität Indiens erklärt worden. Nach dem Tod dieser großen Seele erwarteten einige Menschen aus seiner Familie, persönliche Sparkonten zu finden, mit großen Mengen Geld, um sie beerben zu können. Auf allen Konten waren nur wenige Cent. Alles, was sie gesammelt hatte, hat sie den Menschen, denen sie diente und als deren Diener sie sich verstand, zur Verfügung gestellt. Sie starb in einem kleinen Raum auf einer Matratze auf dem Betonfußboden, in völliger Einfachheit und Schlichtheit. Das nenne ich einen wahren Erfolg im Leben. Die so genannten erfolgreichen Politiker und Führungskräfte, die eine Wirtschaftskrise und Kriege ungeahnten Ausmaßes mit ihrer Gier und ihrem Wachstumswahnsinn ohne Philosophie und Ethik ausgelöst haben, erscheinen arm und führen ein Leben, das man nur erfolglos nennen kann.

Wenn wir beginnen, täglich Nadi Shodanam zu üben, wenn wir die Baumbetrachtungsübung täglich wiederholen, nur für ein bis zwei Minuten, wenn wir täglich einmal still werden, um uns auf Wesentliches, das Leben, das Lebendige zu konzentrieren, dann beginnt sich unser Unterscheidungsvermögen zu schärfen, und wir lernen, Herzenskälte von Herzenswärme zu unterscheiden, wir lernen das Dienen vom Nehmen, die Gier vom Geben zu unterscheiden und die Egozentrizität von Demut und Bescheidenheit. Wir fangen an, den Menschen und das Volk zu unterscheiden von machtgierigen Machthabern, und wir beginnen uns ungewöhnlich zu verhalten und die Seelen der Menschen zu erfreuen.

In diesem Sinne lasst uns innehalten und darauf vertrauen, dass die Geistige Welt Dir in der Stille das zeigen wird, was für Deine Schicksalserfüllung von Bedeutung sein wird.

Ich wünsche euch eine friedliche stille Stunde

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

P.S. – In dem Sinne der Definition von Yoga: Yoga bedeutet jedem Lebensaugenblick Würde zu verleihen, schicke ich euch unsere neuesten Newsletter über unser Mädchenschulprojekt in Odisha, den hier herunterladen könnt:

Manini Newsletter Herbst 2023 – Eröffnung der Schule

 

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 28. Oktober 2023 erstrahlt der Herbstvollmond am sternenklaren Himmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden entsprechend der Aufforderung: „Oh Mensch halt inne und besinne Dich!“ In diesen gewalttätigen Zeiten lohnt es sich, die Texte der Weisen zu kontemplieren.

Vor über 200 Jahren schrieb Johann Wolfgang von Goethe

in seinem Gedichtfragment „Die Geheimnisse“ :

Doch, wenn ein Mensch* von allen Lebensproben
Die sauerste besteht, sich selbst bezwingt:
Dann kann man ihn mit Freuden Andern zeigen,
Und sagen: das ist er, das ist sein eigen!

Denn alle Kraft dringt vorwärts in die Weite,
Zu leben und zu wirken hier und dort;
Dagegen engt und hemmt von jeder Seite
Der Strom der Welt, und reißt uns mit sich fort:
In diesem innern Sturm und äußern Streite
Vernimmt der Geist ein schwer verstanden Wort:
Von der Gewalt, die alle Wesen bindet,
Befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

*im Original steht hier „Mann“, aber im Kontext wird allgemein von Mensch gesprochen.

Vor 2500 Jahren schrieb Lao-tzu

 

Wer im Einklang mit sich und der Geistigen Welt ruht,
versucht nicht, die Welt mit Waffengewalt zu erobern.
Wo immer Armeen regieren, wachsen dornige Büsche.
Nach einem fürchterlichen Krieg folgen schlimme Jahre.
Selbst ein Sieg ist wie eine Beerdigung.
Je mehr Tabus und Hemmungen es in der Welt gibt, desto ärmer werden die Menschen.

Je schärfer die Gefäße sind, die die Menschen besitzen, desto mehr Verwirrung herrscht in der Gesellschaft. Je schlauer und verschlagener die Menschen sind, desto öfter geschehen seltsame Dinge, und je ausgeprägter die Gesetze und Verordnungen sind, desto mehr Räuber und Diebe gibt es.

Deshalb sagt der Weise:

Ich mache kein Aufhebens, und die Menschen transformieren sich selbst.
Ich liebe die Stille, und die Menschen lassen sich in ihren gewohnten Bahnen nieder.
Ich engagiere mich in nichts, und die Menschen werden reich.
Ich habe keine Wünsche, und die Menschen kehren zur Einfachheit zurück.
Ein guter Soldat ist nie aggressiv;
Ein guter Kämpfer ist nie wütend.
Die beste Art, einen Feind zu besiegen, ist es ihn für sich zu gewinnen, indem man ihn nicht verärgert.
Die beste Art, einen Mann zu beschäftigen, ist, unter ihm zu dienen.
Das nennt man die Tugend des Nicht-Strebens.
Dies wird die Nutzung der Fähigkeiten der Menschen genannt.
Das nennt man, mit dem Himmel verheiratet zu sein wie in alten Zeiten.

 

Ich wünsche euch eine erkenntnisreiche, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Freunde,

am 29. September erstrahlt der Herbstvollmond am nachtblauen Himmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und den folgenden Text von Krishnamurti kontemplieren:

 

„Psychischer Schmerz ist viel tiefer und subtiler, und kein Arzt, kein Psychologe, nichts kann ihn für Dich auflösen. Dennoch ist Deine instinktive Reaktion, vor ihm wegzulaufen. Du schaltest das Radio ein, siehst fern, gehst ins Kino – Du kennst all die Ablenkungen, die die moderne Zivilisation erfunden hat.

Unterhaltung jeglicher Art, ob es sich nun um einen Gottesdienst oder ein Fußballspiel handelt, ist im Grunde dasselbe. Es ist lediglich eine Möglichkeit, dem eigenen Elend, der eigenen Leere zu entfliehen – und das ist es, was  alle überall auf der Welt tun: Sie nutzen verschiedene Formen der Ablenkungen, um sich selbst zu vergessen.“

Krishnamurti , 1963

 

Das Eintauchen in die Stille ermöglicht Dir diese Erkenntnis und kann Dir eine wunderbare Innenwelt eröffnen voller Harmonie, Erhabenheit und Schönheit, das, was Du eigentlich bist.

Ich wünsche euch allen eine erbauliche, stille Stunde

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Freunde,

wieder ist Vollmond am 30.8.2023 und wir vereinigen uns für eine Stunde weltweit mit lieben Seelen, die von 21-22 Uhr still werden und sich darauf besinnen, wer sie eigentlich sind. Wenn Du still wirst, dann beginnst Du nur Dich selbst zu sehen im Spiegel der Anderen oder im Spiegel der Stille. Immer klarer wird die Vorstellung von dem, was Du eigentlich nicht bist, und immer schemenhafter wird Dir deutlich wer und was Du eigentlich bist.

Ich möchte mit euch einen Text teilen, der auf sehr würdige Weise von einer Lerngruppe der 2. Studiengruppe „Zum Inneren Lehrer“ vorgetragen wurde :

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin ein Mensch. Bin Körper, Atem, Geist – und Seele.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin ein Individuum mit Persönlichkeit.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin ein Konstrukt aus einzelnen Energiefeldern. (Bild enthüllen)

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin vibrierende Energie, die sich permanent Sinne, Körper und Umgebung schafft.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin kraftvoller Geist.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin mein eigener innerer Heiler.
Sprecher 3: ( Klangschale)  Ein Gebet.

Unsere Körper sind Tempel des lebendigen Geistes. Sie sind geistige Substanz.
Alle unsere Körperteile sind in Harmonie mit dem lebendigen Geist in uns.
Das Leben dieses göttlichen Geistes durchströmt jedes Atom unseres Seins,
es belebt, kräftigt und erneuert jedes Teilchen unseres physischen Körpers.
Das existierende Bild der Vollkommenheit in unserem Innern ist jetzt wirksam
in jedem Organ, jeder Funktion, Aktion und Reaktion.
Unsere Körper sind von Gott erschaffen und erneuern sich ständig durch den Geist.
(Ernest Holmes)

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin Geist in einem Meer von Prana.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin Geist, der auswählt, der sich Modelle von dieser Welt kreiert, Landkarten gleich.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin zugleich Mensch und Universum – ein Hologramm: jedes Teil von mir enthält die Informationen vom großen Ganzen.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin ein spirituelles Wesen. In meinem Innersten bin ich formloses reines Bewusstsein …  – Wer aber bist du?

Sprecher 1: Ich bin all das doch auch! Ebenso die  anderen hier im Raum.
Sprecher 2: Das heißt, wir sind – alle eins!
Sprecher 3: ( Klangschale)    Ein Gruß.

Namasté – ich grüße in dir den Ort, wo das Universum weilt.
Ich grüße in dir den Ort der Wahrheit,
des Lichtes, der Liebe und des Friedens.
Ich grüße in dir den Ort, wo,
wenn du dich an diesem Ort in dir befindest
und ich mich an jenem Ort in mir befinde,
es uns beide nur als einen gibt.

Sprecher 1: Wir sind also Teil derselben Lebenskraft. Und durch jede Inkarnation kehren wir wieder zu unserem Ursprung zurück. Warum eigentlich gehen wir erst fort?
Sprecher 2: Wir gehen gar nicht weg, sondern wir sind immer dort. Wir sind die  Medaille mit zwei Seiten – Quelle und Ziel sind immer in uns. Wir ruhen permanent im Göttlichen und sind doch in der Dualität. Nichts ist getrennt. Wir sind Purusha und Pakriti gleichzeitig und es gestaltet sich in jedem Augenblick neu. Schon eine Einatmung verändert den vorangegangenen Zustand. Wir schöpfen in uns permanent neu und haben dadurch die Möglichkeit jeden Zustand zu verändern.

Sprecher 1: Wir sind, um herrlich zu blühen und uns inmitten dieser Pracht bewusst zu erkennen. Und dabei helfen uns die Anderen: indem sie uns Spiegel und Zuhörer sind. Wir helfen einander, spinnen alle mit  am Netz des Lebens, indem wir uns mitfühlend begegnen.
Sprecher 3: ( Klangschale)   Eine Geschichte

Eine alte Indianerin pflegte meiner Mutter stets ein paar Rebhühner oder eine Handvoll Waldbeeren zu bringen. Meine Mutter sprach kein Araukanisch mit Ausnahme des begrüßenden „Mai-mai“, und die alte Indianerin konnte kein Spanisch, sondern genoss Tee und Kuchen nur mit anerkennendem Gekicher. Wir Mädchen bestaunten die farbigen handgewebten Umhänge, von denen sie mehrere übereinander trug, ihre kupfernen Armbänder und ihre Halsketten aus Silbermünzen und wetteiferten bei dem Versuch, den Singsang-Satz zu behalten, den sie jedes Mal sagte, wenn sie aufbrach. Schließlich konnten wir ihn auswendig und sprachen ihn dem Missionar vor, der ihn uns übersetzte „Ich werde wiederkommen; denn ich liebe mich, wenn ich bei euch bin.“

In diesem Sinne wünsche ich euch eine besinnliche, erkenntnisreiche, stille Stunde.

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang