Schlagwortarchiv für: Vollmond

Lesedauer 5 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Freunde,

am 1. August leuchtet der Vollmond am wolkenbedeckten Himmel und lädt uns ein, von 21 bis 22 Uhr still zu werden, durch die 7 Schritte zu gehen und dann vom Herzzentrum aus die Meditation des Zentrums des Bewusstseins zu beginnen. Ich werde diese Kontemplation von Swami Rama aussprechen und Du kannst sie Dir auf YouTube anhören, wenn Du möchtest.

Direkte Meditation auf das Zentrum des Bewusstseins

Sitze in deiner Meditationshaltung mit aufrechtem Kopf, Nacken und Oberkörper – lass deinen Körper ruhig, stabil und absolut still werden.

Wandere durch deinen Körper vom Kopf bis zu den Zehen und lass jede Muskelspannung los – lass jede Spannung los, die du finden kannst … lass jede Anspannung mit dem Atem abfließen … beobachte nun den Atem in Verbindung mit dem Heben und Senken des Zwerchfells … lass den  Atem ruhig, tief, langsam, sanft, gleichmäßig und ununterbrochen fließen …

Lass den Atem den ganzen Körper auf diese Weise durchströmen – vom Scheitel bis zu den Zehenspitzen, und von den Zehen bis zum höchsten Punkt des Kopfes …

Nehme nun das Energiefeld des Körpers wahr – spüre die Lebendigkeit des Körpers – dieses Feld ist das Tor zur inneren Präsenz – dieses Feld ist das Tor zur inneren Gegenwart ! – Werde eins mit ihm, verschmelze mit dieser Lebendigkeit, der Energie dieser Lebendigkeit …

Wenn dein Guru Mantra erscheint, lass es da sein, lass es kontinuierlich im Hintergrund pulsieren, während du dich entspannst und lass es dich in die Stille führen, in die reine Stille …

eine Stille, die absolut still ist,
eine Stille, die reine, bewusste Präsenz ist
eine Präsenz, die nur als Das…. beschrieben werden kann
als ob der gesamte unendliche innere Raum pulsiert und lebendig ist –
sich des unendlichen Raumes bewusst werden….
als ob der Raum in einem Raum des reinen Bewusstseins ist – reine bewusste Präsenz….
als ob dieser Raum den gesamten Inhalt des Raumes enthält und doch unberührt bleibt von seiner Präsenz… der gesamte innere Raum ist reines Bewusstsein, reine bewusste Präsenz, enthält den Inhalt des Verstandes und des Egos, des kleinen Selbst – und bleibt doch unberührt von ihm…
ein Nichts, ein Raum, eine Leere des reinen Bewusstseins – und doch ein Nichts, das etwas ist…
Leere, die Fülle ist – eine Fülle von unbegrenztem Potential…

Wiederhole innerlich die einleitenden Worte der Isha Upanishad:

Fülle im Einen, Fülle in den Vielen,
aus der Fülle des Einen fließt die Fülle des Vielen,
von der Fülle wurde die Fülle genommen –
und doch bleibt die volle Fülle.

Entdecke die Macht und Gegenwart des ewigen Jetzt! Diese Gegenwart erscheint manchen Menschen als ein sanftes, strahlendes, weißes oder goldenes Licht … Und wenn der Geist still genug ist, kann man ein kontinuierliches Flüstern hören – das Flüstern eines Strahls reinen Wissens und reiner Gewissheit aus der Geistigen Welt, aus der Quelle allen Seins – das ist die Stimme des Inneren Lehrers, der inneren Lehrerin – die sanfte Liebkosung eines ununterbrochen fließenden Stroms der Glückseligkeit.

Das ist der innere Geliebte … Liebe flüstert … manche nehmen auch ein subtiles Hintergrundgeräusch im rechten Ohr wahr – manche werden von Klängen und manche von Licht begleitet … es kann sein, dass stille Gedanken, Bilder oder Gefühle weiterhin im inneren Raum des Geistes auftauchen – lass sie los und treibe weg wie Wolken am Himmel …

Die Präsenz, das Gewahrsein, die Leerheit wird zum Vordergrund, Gedanken werden zu einem entfernten Geräusch im Hintergrund, so dass sie das gegenwärtige Sein nicht mehr stören.

Sollte sich auch nur ein Hauch von Aufregung oder Ablenkung in diese stille Leere mischen, lass dein Guru Mantra erklingen – und kehre von dort aus in die Stille zurück.

Bewege dich innerlich hin und her zwischen dem Pulsieren deines Mantras und der Stille, bis die Präsenz der Stille stabil ist … erhebe dich in DAS, in absolute Stille, in absolutes Gewahrsein – ruhe in Frieden, in totalem Frieden, in Frieden jenseits von allem …

Stille – Gewahrsein – Präsenz – Frieden … reines Sein.

Nun werde Dir bewusst wie Du alles hervorbringst als Subjekt. Und erkenne nun dein Mantra als Objekt der Konzentration, das Du als Subjekt benutzt.

Bring es sanft und langsam zurück an die Oberfläche deines Geistes. Verbinde es mit dem Atem – Atem und Mantra fließen zusammen, wie aus einer gemeinsamen Tiefe, fließen zu den Nasenlöchern, ein und aus … Versuche, die Stille und das Mantra aufrechtzuerhalten …

Während Du nun die Hände zu Schalen formst und sanft Deine Augen damit bedeckst – bleib innerlich sanft und friedlich – öffne die  Augen in die Dunkelheit der Hände, ziehe die Hände langsam weg und beginne, den Körper zu bewegen und ihn in eine bequeme Haltung zu bringen.

Und so übe vom Objekt der Konzentration zu dem Subjekt, das sich auf das Mantra konzentriert und von dort in das reine wache Wahrnehmen des reinen Seins zu gelangen. Objekt und Subjekt lösen sich auf im reinen Sein.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Lesedauer 7 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Freunde,

am 3. Juli erstrahlt der Sommervollmond am azurblauen Himmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über den Ausdruck reiner Liebe, die Du jetzt in allen Blüten wahrnehmen kannst und in dem zelebrierenden Vogelgezwitscher erlauschen kannst. So möchte ich das zum Anlass nehmen, um mit euch ein Gedicht und Aussagen des Buddha über die Liebe zu teilen:

Die Liebe 

Sag mir, oh Freund, was Liebe ist,
Kam sie mit leisen Schritten, kam sie wie ein Rauschen?

Der Freund wurde still und fing an zu lauschen

Und sprach wie ein leiser Gesang:
Sie kam wie ein rauschender Wasserfall,
Und schwebte auf goldenen Schwingen,
Sie drang in mein Herz,
Erfüllte mein Sein,
Und ein Schmerz löste sich in den Gliedern.

Dann stieg sie empor,
Wurde groß
Und ich still,
Bis meine Sinne erglühten.
Begann dann zu strahlen und zu erfreu’n,
Zu geben ohne Bedenken
Und wollte nur frei sein, beglücken und schenken,
Wollte erlösen und trösten
Und alles mit Licht erfüll’n.

Wolfgang Bischoff

 

Von der Liebe

Da sagte Almitra: Sprich uns von der Liebe.

Und er hob den Kopf und sah auf die Menschen, und es kam eine Stille über sie. Und mit lauter Stimme sagte er:

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.

Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettertn kann
wie der Nordwind den Garten verwüstetet.

Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln
u
nd erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.

Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.

All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.

Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen.
In die Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.

Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.

Liebe besitzt nicht, noch läßt sie sich besitzen;

Denn die Liebe genügt der Liebe.

Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.

Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.

Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine Melodie der Nacht singt.

Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.

Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein;

Und willig und freudig zu bluten.

Bei der Morgenröte
mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;

Zur Mittagszeit zu ruhen
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;

Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem Lobgesang auf den Lippen.

Khalil Gibran (* 06.01.1883, † 10.04.1931)

 

Frei nach Buddhas Lehre:

Die 4 Qualitäten der Liebe

Glück ist nur mit wahrer Liebe möglich. Wahre Liebe hat die Kraft, die Situation um uns herum zu heilen und zu verändern und unserem Leben einen tiefen Sinn zu geben. 

Lerne in diesem Leben zu praktizieren:    

Liebe — Mitgefühl — Freude — Gleichmut

Die Liebe ist die Absicht und Fähigkeit, Freude und Glück zu schenken. Um diese Fähigkeit zu entwickeln, müssen wir uns darin üben, tief zu schauen und zu hören, damit wir wissen, was wir tun und was wir nicht tun sollten, um andere glücklich zu machen. 

Ohne Zuhören zu können und verstehen zu lernen können wir nicht lieben.

Wir alle tragen den Samen der Liebe in uns. Wir können diese wunderbare Energiequelle entwickeln, indem wir die bedingungslose Liebe nähren, die keine Gegenleistung erwartet. Wenn wir jemanden zutiefst verstehen, selbst jemanden, der uns Schaden zugefügt hat, können wir nicht widerstehen, ihn oder sie zu lieben.

Das Mitgefühl ist die Absicht und Fähigkeit, Leiden zu lindern und zu transformieren und Sorgen zu erleichtern. Um Mitgefühl in uns selbst zu entwickeln, müssen wir achtsames Atmen, tiefes Zuhören und tiefes Schauen üben. 

Ein einziges mitfühlendes Wort, eine einzige Handlung oder ein einziger Gedanke kann das Leiden eines anderen Menschen lindern und ihm Freude bringen. Ein Wort kann Trost und Zuversicht spenden, Zweifel zerstören, jemandem helfen, einen Fehler zu vermeiden, einen Konflikt zu schlichten oder die Tür zur Befreiung zu öffnen. Eine Handlung kann das Leben eines Menschen retten oder ihm helfen, eine seltene Gelegenheit zu nutzen. Ein Gedanke kann dasselbe bewirken, denn Gedanken führen immer zu Worten und Taten. Wenn wir Mitgefühl in unserem Herzen haben, kann jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat ein Wunder bewirken.

Wir müssen uns des Leidens bewusst sein, aber unsere Klarheit, Gelassenheit und Stärke bewahren, damit wir helfen können, die Situation zu verändern. 

Die Freude 

Wahre Liebe bringt uns selbst und demjenigen, den wir lieben, immer Freude. 

Viele kleine Dinge können uns große Freude bereiten, wie zum Beispiel das Bewusstsein, dass unsere Augen in gutem Zustand sind. Wir brauchen nur die Augen zu öffnen, und schon können wir den blauen Himmel, die violetten Blumen, die Kinder, die Bäume und so viele andere Formen und Farben sehen. Wenn wir in Achtsamkeit verweilen, können wir diese wundersamen und erfrischenden Dinge berühren, und unser Geist der Freude entsteht ganz natürlich. Freude enthält Glück und Glück enthält Freude. Eine Freude, die von Frieden und Zufriedenheit erfüllt ist. 

Der Gleichmut der Ausgeglichenheit oder Loslassen bedeutet. Wahrer Gleichmut ist weder kalt noch gleichgültig.  Alle sind deine Kinder.  Du liebst so, dass alle deine Kinder deine Liebe erhalten, ohne Unterscheidung. 

„Die Weisheit der Gleichheit“ bedeutet, die Fähigkeit, alle als gleich zu sehen und keinen Unterschied zwischen uns und anderen zu machen. In einem Konflikt bleiben wir, obwohl wir tief betroffen sind, unparteiisch, fähig zu lieben und beide Seiten zu verstehen. Wir legen alle Diskriminierungen und Vorurteile ab und beseitigen alle Grenzen zwischen uns und anderen. . Wir müssen uns „in die Haut des anderen hineinversetzen“ und mit ihm eins werden, wenn wir ihn verstehen und wirklich lieben wollen. Wenn das geschieht, gibt es kein „Selbst“ und keinen „Anderen“.

Ohne Gleichmut kann unsere Liebe besitzergreifend werden. Eine Sommerbrise kann sehr erfrischend sein; aber wenn wir versuchen, sie in eine Blechdose zu stecken, damit wir sie ganz für uns haben können, wird die Brise sterben. So ist es auch mit unserem Geliebten. Er ist wie eine Wolke, ein Windhauch, eine Blume. Wenn man ihn in eine Blechdose sperrt, wird er sterben. Doch viele Menschen tun genau das. Sie berauben den geliebten Menschen seiner Freiheit, bis er nicht mehr er selbst sein kann. Sie leben, um sich selbst zu befriedigen, und benutzen den geliebten Menschen, um ihnen dabei zu helfen, das zu erreichen. Das ist nicht liebevoll, sondern zerstörerisch.

Du sagst, dass du ihn liebst, aber wenn du sein Streben, seine Bedürfnisse und seine Schwierigkeiten nicht verstehst, befindet er sich in einem Gefängnis, das sich Liebe nennt. Wahre Liebe erlaubt dir, deine Freiheit und die Freiheit deines Geliebten zu bewahren. Das ist Gleichmut

Damit Liebe wahre Liebe ist, muss sie Mitgefühl, Freude und Gleichmut enthalten. Damit Mitgefühl wahres Mitgefühl ist, muss es Liebe, Freude und Gleichmut in sich tragen. Wahre Freude muss Liebe, Mitgefühl und Gleichmut enthalten. Und wahrer Gleichmut muss Liebe, Mitgefühl und Freude in sich tragen.

 

Ich wünsche euch eine besinnliche, stille Stunde

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

Immer wieder taucht die Aussage auf, dass wir lernen können zuzuhören, zu lauschen und tief zu verstehen. Dazu möchte ich vom 3. bis zum 5. November 2023 ein Online-Seminar geben, das über die Kurs-Plattform agni-online.de zugänglich sein wird, jedoch ausschließlich direkt über mich gebucht werden kann. Wer daran Interesse hat, kann mich gern anschreiben, w.bischoff (at) hc-academy.com. Die Kosten betragen 400,00 € und können bei Bedarf zum Teil von einer Studienstiftung übernommen werden.

 

Die Titel-Illustration zu diesem Vollmondtext wurde speziell für diesen Beitrag mit Hilfe von DreamStudio AI erzeugt, unter Verwendung einer künstlichen Intelligenz, die aus beschreibenden Texten Bilder generiert.

 

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 3. Juni erstrahlt der Vollmond am sommerhellen Himmel und bereitet uns auf den Sommer vor. Lasst uns von 21 bis 22 Uhr still werden und schauen, was die Zukunft uns aus der Stille entgegen sendet.

Sieh eine Welt in einem Körnchen Sand
Und einen Himmel in der wilden Blume,

greif das Unendliche mit Deiner Hand,
und fühle Ewigkeit in einer Stunde.

William Blake

 

Ich wünsche euch eine besinnliche, stille Stunde!

In liebevoller Verbundenheit,

Wolfgang

 

Die Illustrationen zu diesem Vollmondtext wurden speziell für diesen Beitrag mit Hilfe von DreamStudio AI erzeugt, unter Verwendung einer künstlichen Intelligenz, die aus beschreibenden Texten Bilder generiert.

 

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

am Freitag, den 5. Mai leuchtet der Vollmond wieder am Himmel. Ich lade Euch ein, um 21 Uhr in einer stillen Stunde diesen sogenannten Blütenmond zu genießen. Der Mai zeigt seine Schönheit im aufblühenden Frühling. Und wieder einmal erhält das Gedicht von Joseph von Eichendorff eine tiefe Bedeutung:

 

Mondnacht

 

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff

 

Aber so, wie der Himmel sich in all seiner Schönheit im Frühling offenbart, so zeigt uns die Erde gleichzeitig ihre Kraft, aus der heraus sie alles Schöne, Farbenfrohe erschafft:

Dieses Feuer, das sich aus dem Innersten der Erde offenbart, ist der Ursprung für das Wunder, das sich in uns bei der Nahrungsaufnahme in der Nabelgegend durch das in uns ruhende Feuer offenbart. Dieses in uns ruhende Feuer erschafft aus der Nahrung durch seine reinigende und transformative Kraft uns selbst. So wird der Apfel, den ich esse, durch mein Verdauungsfeuer zu mir. Doch so wie in Island kann dasselbe Feuer, wenn es nicht angemessen kontrolliert und kanalisiert wird, mich selbst wie auch die Erde verbrennen und zerstören. Aber ohne dieses Feuer kann kein Gedanke von dir, keine Empfindung von dir aufsteigen zur Geistigen Welt und dich mit ihr verbinden beziehungsweise dir die schon bestehende Verbindung zeigen. Das Feuer ist unerbittlich und reinigt alle Wut, alle Gier, alle Machtentgleisungen, jeden Größenwahn und jede egozentrische Überheblichkeit, löst sie alle auf und offenbart dann, wenn es kühler wird, aus der tiefsten Stille heraus, eine Schönheit, die unser innerstes Wesen ist.

Dieses spirituelle Feuer der Begeisterung für Erkenntnis brauchen wir alle, um das Geistige im Materiellen dieser Welt sehen, fühlen, riechen, schmecken und ertasten zu lernen. Schüre dieses Feuer mit der Kraft deines Mantras und lerne wesentliche Fragen zu stellen, die dieses Feuer anfachen. Schüre das Feuer, indem du nach Antworten suchst, auf die du geduldig wartest, bis sie sich aus dem tiefen Schweigen heraus von selber zu zeigen beginnen, nachdem das Feuer alles, was im Wege lag, verbrannt und gereinigt hat. Das ist das Wesen der spirituellen Schulung. Davor hab keine Angst. Denn so wie der Missbrauch des Feuers zerstören kann, so kann der weise Umgang mit dieser Kraft dich auf deinem Weg beschützend begleiten und dich zu einem Lebensgefühl von Erhabenheit und Würde führen.

Ohne dieses Feuer gibt es keine Erkenntnis und immer danach tritt eine wunderbare Stille, Klarheit im Geist und Ruhe in deinem ganzen Wesen ein. Dann kann sich die Liebe deines Herzens offenbaren, die das Innerste des Feuers ist – dein innerstes Wesen. Jetzt kann deine innere Schönheit wie im Frühling erblühen und es ist dir so, als hätte der Himmel dich still geküsst, dass du im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsst.

Ich wünsche euch eine feurige, stille Stunde voller Blütensegen.

In liebevoller Verbundenheit,

Wolfgang

Die Illustrationen zu diesem Vollmondtext wurden speziell für diesen Beitrag mit Hilfe von DreamStudio AI erzeugt, unter Verwendung einer künstlichen Intelligenz, die aus beschreibenden Texten Bilder generiert.

 

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

am 5. April erstrahlt der erste Frühlingsvollmond am Himmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden.

Wir gehen auf Ostern zu. Ein Fest des vorübergehenden Jubels zu Palmsonntag, der Segnung und der Verheißung des Abendmahls zu Gründonnerstag und des darauffolgenden Verrates („Nun hat die Finsternis das Wort“), der Kreuzigung mit der Erschütterung der Elemente zu Karfreitag, der ungewissen Ruhe der Grablegung zu Karsamstag und der dann folgenden Auferstehung zu Ostersonntag.

Dieser Prozess macht auf die Möglichkeit aufmerksam, einen Weg durch die Finsternis und den Tod aller Vorstellungsbilder, wie das Leben und man selber zu sein hat, zu gehen, um den Tod überwinden zu lernen und um zu einer Neugeburt, Wiederauferstehung, zu gelangen.

In unserer Tradition kennen wir das Maha Mrityunjaya Mantra, das übersetzt heißt: „Sieg über den Tod“. Dieses Mantra symbolisiert das Ostermysterium, das sich jedes Jahr zur Besinnung und Neubelebung der Menschheit wiederholt. Weiterlesen

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

Ich lade euch herzlich ein, am 7. März um 21.00 Uhr in eine stille Stunde der Konzentration und Meditation einzutauchen. Dies könnte der Beginn einer 40-tägigen Fastenzeit sein, die dann bis Anfang April dauern würde. Wir leben gerade in der christlichen Fastenzeit vor dem Osterfest.

Uns ist diese Zeit bekannt durch die Tapasübungen, die wir nach jedem Seminar in der Yogalehrausbildung vorschlagen. Tapas und Fasten bedeutet, ein Feuer anzuzünden. Ein Feuer der Reinigung, ein Feuer des Bemühens, ein Erkenntnisfeuer, sich mit den eigenen Widerständen zu beschäftigen und sie zu unseren Lehrmeisterinnen zu machen.

Flachbildschirme, Fernsehfilme, Werbespots können einem sehr viel Geld, Aufmerksamkeit und Lebensqualität rauben. Was könnten wir alles mit dieser wertvollen Zeit anfangen: Tagebuch schreiben, Ordnung schaffen, ein Buch lesen, mit anderen Menschen zusammen sein, ihnen zuhören und lauschen lernen.

„Oh, Seele besinn Dich, Deine Taten, besinn Dich!“

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Unsere synthetische Stimme Anisha lernt ständig neue Worte für eine bessere Aussprache

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

am 5. Februar abends um 21 Uhr lade ich euch alle zu einer stillen Stunde der Kontemplation über zwei provozierende Lebensweisheiten ein.

Zwei ganz außergewöhnliche Menschen, Erstens Frau Dr. Elisabeth Kübler-Ross, 78 Jahre,  2004 gestorben, Naturwissenschaftlerin, Begründerin der Sterbeforschung, das Nachrichtenmagazin TIME zählte sie 1999 zu den „100 größten Wissenschaftlern und Denkern“ des 20. Jahrhunderts,  und zweitens Hans Peter Dürr, 85 Jahre, gestorben 2014, Physiker mit dem Forschungsthema der Astrophysik, Alternativer Nobelpreisträger und Gründer des „Global Challenges Networks“, haben nach einem langen, intensiven, aufrichtigen Forscherleben Aussagen über das Leben gemacht, die uns sehr nachdenklich machen sollten. Weiterlesen

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Von Wolfgang Bischoff

Liebe Freundinnen und Freunde,

am Freitag, den 6. Januar, leuchtet der Vollmond zum ersten Mal in diesem neuen Jahr in seiner ganzen Pracht. Lasst uns um 21.00 Uhr zusammensitzen, jeder an seinem Platz und uns geistig mit der Kraft verbinden, die uns von der Dunkelheit ans Licht, von der Unwissenheit zum Wissen und der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit führt. Dieser Kraft, der Guru-Kraft, gilt unsere Verehrung; keinem Menschen. In der Lehrer-Schüler Beziehung gibt es viele Missverständnisse, Verirrungen und Konflikte. Sie entstehen alle aus der mangelnden Unterscheidung zwischen dem, was Wesentlich und Unwesentlich ist, zwischen der Lehre und dem Lehrer, der Lehrerin.  Die angefügte Kontemplation kannst Du Dir auf Dein Sprachmemo in Deinem Handy sprechen, sie dann anhören und erleben.

Ich wünsche euch all das, was ich einem Kinde zu seiner Taufe geschrieben habe:

Mögest Du schauend diese Welt erleben,
Mögest Du sie lauschend erahnen,
Mögest Du die Süße der Welt riechen und schmecken,
Mögest Du die Schönheit der Welt tastend erspüren,
Mögest Du mutig in die Welt gehen,
Mögest Du sie spielerisch begreifen, mögest Du in Dir rein bleiben,
Mögest Du Deine Freude und Liebe der Welt schenken,
Mögest Du nur freundlich sprechen,
Mögest Du das Wesentliche der Geistigen Welt unterscheiden lernen von dem Unwesentlichen dieser Welt.
Möge der Klang OM, der die Welt erschafft, immer in Dir klingen.

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Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am 8. Dezember erstrahlt der Vorweihnachtsvollmond am azurblauen Himmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Bedeutung des sich immer wiederholenden Weihnachtsfestes kontemplieren.

In dem ewig sich wiederholenden Jahreszyklus befinden wir uns wieder einmal in der Vorweihnachtszeit, einer Zeit, die der Menschenseele die Verheißung schenkt, zu einer tiefen Erkenntnis seines eigenen Seins, seines Ursprungs kommen zu können. Die Nächte werden sternenklar und offenbaren Geistiges aus den Höhen, während in den Erdentiefen eine heilige Ordnung zu entstehen beginnt, die neues Leben im kommenden Frühling hervorbringen wird. Weiterlesen

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Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am 8.November erstrahlt der Herbstvollmond und bringt die goldgelben, rötlichen Blätter zum Leuchten. Jeder sitzt bei sich zu Hause auf seinem Meditationsplatz  und verbindet sich im Geiste mit allen Meditierenden auf diesem schönen Planeten Erde.

Es ist Herbst geworden,
die Blätter erblühen in goldgelben Farben,
fallen durch die Lüfte
tanzend zu Boden
und werden wieder zu Staub und Asche.

Ein fröhliches, würdiges Schauspiel
offenbart sich uns und zeigt uns
wie Farbenfreude, Tanz und Vergänglichkeit
zusammengehören wie das
Leben und das Sterben.

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