Beiträge

Von Michael Nickel

Was assoziierst Du mit Winter? – Wenn wir diese Frage stellen, bekommen wir oft ganz gegensätzliche Reaktionen. Bei den einen glitzern die Augen, angesichts der Vorstellung, sich die Skier unter die Füße zu schnallen und die Piste hinab zu wedeln. Bei den anderen verzieht sich das Gesicht zu einer säuerlichen Miene, angesichts langer, dunkler Nächte und feucht-kaltem Schmuddelwetter. Doch ganz egal, welche Beziehung Du zum Winter hast, es ist ziemlich wahrscheinlich, dass dieser Winter “anders als sonst” sein wird und dass wir ihn alle als herausfordernd wahrnehmen werden, angesichts von Corona-Pandemie und persönlichen Einschränkungen durch Lockdown und Co, bis hin zum Verzicht des geliebten Ski-Urlaubs oder eines winterlichen Wellness-Retreats.

Doch nicht verzagen! Auch wenn Du Dir dessen vielleicht nicht so wirklich bewusst bist: Uns wurde etwas Großartiges geschenkt, bei unserer Geburt, das immerzu bei uns bleibt und allzeit das tut, was wir verlangen. Ein wunderbares Geschenk, das sich, solange wir leben, nicht aufbraucht und uns als treuster Freund begleitet. Ein Geschenk, das uns jederzeit aufmuntern kann und ein Freund, der uns in diesem Pandemie-Winter der Einschränkungen nie verlässt und auf seine Weise uneingeschränkt zur Seite steht: unser Atem!

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Von Michael Nickel

Ja, dieses Gedankenfutter spricht heute vom “Himmel” – und doch gilt dabei: Nein, es geht nicht um Religion! Es geht um unsere persönliche Weltsicht, genauer gesagt darum, wie wir durch unser persönliches In-die-Welt-Schauen jederzeit vor der Wahl stehen, ob wir unser Leben sprichwörtlich im Himmel oder der Hölle verbringen. Leider sind wir uns dessen oft nicht bewusst. Und noch ein viel größeres “leider” später, stecken wir dann auch schon im Höllenfeuer und versuchen die Pein zu ertragen, die wir dort finden – im Glauben, dass es gar nicht anders kommen konnte. Dabei hast Du jeden Tag von Neuem die Wahl, wo es morgen hingehen soll: In den Himmel oder die Hölle.

Es geht in diesem Gedankenfutter um Schlaf, um Himmel und Hölle, um Tod, um Wiedergeburt – und das alles im Alltag und nicht erst im nächsten Leben! “Hilfe!”, denkst Du jetzt vielleicht, “wie soll daraus etwas Positives werden, ohne in die Religion abzurutschen?” Ganz einfach, indem wir bei etwas herrlich Positivem anfangen und dann Schritt für Schritt weitergehen. Wir machen den Anfang beim Schlaf … Weiterlesen

Von Michael Nickel

Wie wird uns wohl der Herbst 2020 in Erinnerung bleiben? – Wie unterschiedlich dies auch sein mag, wir werden uns wohl noch lange an die Herausforderungen erinnern, vor welche uns die Corona-Pandemie persönlich, gesellschaftlich und politisch derzeit stellen. Auch wir im Agni Verlag sind nicht davon verschont geblieben: die Buchverkäufe sind über das Jahr hinweg drastisch reduziert und sie brechen bei jedem Lockdown von Neuem radikal ein. Und das, obwohl unsere Bücher durchweg genau das vermitteln, was wir in herausfordernden Zeiten am dringendsten brauchen: eine positive Weltsicht und vor allem praktische Hinweise, wie wir in die innere Ruhe finden und dann die Welt aus dieser Perspektive mit “neuen uralten” Augen betrachten. Denn die Perspektive aus unserer inneren Ruhe heraus ist die ursprünglichste Perspektive, die wir einnehmen können.

Dazu fällt mir ein Zitat meines “Lehrer-Großvaters” ein, an das ich mich in herausfordernden Zeiten trotz aller Widrigkeiten gerne halte:

Das Leben ist ein wunderbares Lied.
Öffne dein Herz und erfreue dich an seiner Melodie.
Wenn du dich auf dieses Lied eingestimmt hast,
wirst du erkennen, dass dessen Komponist
auf der Lotusblüte deines Herzens thront.

Swami Rama
(1925 – 1996)

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Von Swami Rama

In allen spirituellen Traditionen wird dieser Tag als besonders heilig angesehen. Denn an diesem Tag wird den Schülern bewusst, dass man das Leben nicht nur in der äußeren Welt leben sollte – vielmehr gibt es etwas Höheres, Tieferes, als das, was man bisher getan hat. Ihnen werden ihre inneren Zustände bewusst. Aber um dieses Etwas zu finden, braucht man einen spirituellen Führer oder Meister. Dann wird es einfach. Dein Meister teilt seine Erfahrungen, die ihm von seinem Meister vermittelt wurden. So existiert eine lange Kette von Weisen und Traditionen, und diese vermitteln ihr Wissen liebevoll und selbstlos an ihre Schüler. Weiterlesen

Von Swami Rama

Lerne, dich mit der Quelle des Lichts und des Lebens zu identifizieren!

 


Von Swami Rama

Wer die größte Freude realisieren will, sollte sich in anderen wiedererkennen.

 


Antworten von Pandit Rajmani Tigunait

Frage: Warum ist Einsamkeit so schmerzhaft? Und was können wir tun, um unser Gefühl der Einsamkeit zu überwinden?

Pandit Rajmani Tigunait: Wir sind nie wirklich allein, und doch erleben wir Einsamkeit. Mit der Essenz des Lebens zu sein ist unsere wesentliche Natur. Es ist für uns alle angeboren, mit dem göttlichen Wesen – unserem inneren Wesen – zu jeder Zeit zusammen zu sein. Aber irgendwo auf der Strecke haben wir dieses Gefühl der Einheit verloren. Das hat zur Folge, dass wir unter einem Gefühl der Trennung leiden. Deshalb erleben wir Einsamkeit. Wir wissen auf irgendeiner Ebene, dass wir uns von der Essenz des Lebens entfernt haben. Diese Erkenntnis, dass eine Mauer zwischen mich und die Essenz des Lebens gekommen ist, die untrennbar mit mir verbunden ist, bedeutet, dass die Dualität in meinem Atman eingedrungen ist. Das schmerzt sehr. Jetzt wissen wir nicht, wie wir die Essenz wieder umarmen und ewig bei ihr bleiben sollen. So versuchen wir, dieses Gefühl der Einsamkeit zu bewältigen, indem wir uns an unsere Mutter, Vater, Ehepartner, Kinder, Geld, Reichtum, Namen und Ruhm binden. Wir versuchen, ein Glücksgefühl zu finden, indem wir etwas oder jemanden haben. All dies sind Symptome unserer Einsamkeit, die durch unsere Trennung vom göttlichen Wesen verursacht wird. Weiterlesen