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Schlagwortarchiv für: Herz

Pandit Rajmani Tigunait

Den Lauf des Schicksals ändern

Weisheit der Tradition
Zug IndienPrakash Sahoo / Unsplash CC0
Lesedauer 3 Minuten

Von Pandit Rajmani Tigunait

Einmal hatte ich das Glück, bei Swami Krishnananda zu studieren. Er war ein wandernder Sadhu, aber er verbrachte die Monate Januar und Februar in Allahabad. Alle 12 Jahre zieht ein großes spirituelles Fest, die Kumbha Mela, Millionen von Menschen aus Indien und dem Ausland an. Es wird an den Ufern des Ganges außerhalb der Stadt Allahabad einen Monat lang im Winter gefeiert. In den anderen 11 Jahren versammeln sich hier Scharen von Pilgern, Heiligen und religiösen Führern aus verschiedenen Traditionen, um ein einmonatiges Fest namens Magh Mela zu feiern.

In einem Winter lagerte Swami Krishnananda während der Magh Mela mit einer Gruppe seiner Anhänger am Ufer der Ganga. Ein gesunder junger Mann aus einem der östlichen Bundesstaaten Indiens kam, um diesen Heiligen zu besuchen. Ohne ersichtlichen Grund war dieser junge Mann von dem Gedanken besessen, dass er bald einen tödlichen Unfall erleiden würde. Nachdem er sich sein Problem angehört hatte, wies Swamiji den jungen Mann an, eine Weile bei ihm auf seinem Zeltplatz am Flussufer zu bleiben. Weiterlesen

21. September 2021/von Pandit Rajmani Tigunait
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/09/Zug-Indien-prakash-sahoo-MgppNRJShm0-unsplash.jpg 1681 2400 Pandit Rajmani Tigunait https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Pandit Rajmani Tigunait2021-09-21 16:13:042026-05-04 11:37:49Den Lauf des Schicksals ändern
Swami Rama

Das heilige Feuer in Dir ist Guru, der innere Lehrer

2022 Sommer, Buchauszug, Weisheit der Tradition
Swami Rama - Meditation - Biographie - Zur elften Stunde - Agni Verlag 2021nHimalayan Institute USA/Agni Verlag
Lesedauer 6 Minuten

Von Swami Rama

Auszug einer Rede anlässlich von Guru Purnima, dem jährlichen Tag zu Ehren des Lehrers,
dokumentiert in seiner Biographie „Zur elften Stunde: Swami Rama„

Heute werde ich euch anlässlich von Guru Purnima erzählen, was ein ›Guru‹ ist. Die Menschen haben dazu viele falsche Ansichten. Das Wort Guru ist ein heiliges Wort. Tatsächlich verwenden wir dieses Wort nicht allein für sich. Es wird immer ergänzt durch Deva. Wir sagen immer Gurudeva. Das Wort Guru bezeichnet ›einen, der das Dunkel der Unwissenheit vertreibt‹. Gurudeva bedeutet ›göttliches Wesen, das leuchtende Sein, welches das Dunkel der Unwissenheit vertreibt‹. Gurudeva ist der eine, der in der innersten Kammer des Herzens wohnt und uns in allen Situationen und unter allen Umständen des Lebens führt. Er ist das innere Licht.

Viele Leute meinen, dass der Guru ein bestimmter Mensch sei. Das ist ein großer Fehler. Genauso wie ihr, ich und jedermann wird dieser menschliche Guru geboren und stirbt irgendwann, wogegen der ›Gurudeva‹ unsterblich ist. Er ist ungeboren und weder Tod noch Verfall oder Zerstörung unterworfen. Vom Beginn der Geschichte an haben die Menschen versucht, Führung zu erhalten von diesem Guru, von jenem Lehrer, Priester oder Swami. Doch bis heute hatten sie damit keinen Erfolg. Egal wie viele Bücher ihr lest und bei wie vielen Lehrern oder Priestern ihr lernt, nie werdet ihr vollkommen frei sein von euren Zweifeln und Ängsten. Solange ihr nicht frei seid von Zweifeln und Ängsten, könnt ihr euch nicht von ganzem Herzen euren Übungen zuwenden. Solange ihr nicht mit ganzem Herzen übt, könnt ihr keine direkte Erfahrung erlangen. Ohne direkte Erfahrung könnt ihr keine wirkliche Tröstung finden. Weiterlesen

24. Juli 2021/von Swami Rama
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/07/swami_rama_meditation_C_3_Agni_Verlag_16-9-web2400.jpg 1350 2400 Swami Rama https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Swami Rama2021-07-24 11:40:282026-05-04 11:39:17Das heilige Feuer in Dir ist Guru, der innere Lehrer
Wolfgang Bischoff

Vollmondtext Juli 2021: Die Stille ist nicht nichts

Vollmondtexte
Vollmond über den schneebedeckten BergenBenjamin Child / unsplash CC0
Lesedauer 7 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

am 24. Juli erscheint der Sommervollmond am strahlenden Abendhimmel. Es ist der Verehrungstag der Guru-Kraft, einer Kraft der geistigen Welt, die uns von der Dunkelheit ans Licht von der Unwissenheit zur Weisheit und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit führt wann immer und wie immer und durch wen immer sie es für richtig hält. Drei Seelen durch die sich diese Kraft besonders stark geäußert hat sind diese: Weiterlesen

23. Juli 2021/von Wolfgang Bischoff
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/07/Mond-benjamin-child-6msS8vT5pzw-unsplash.jpg 1600 2400 Wolfgang Bischoff https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Wolfgang Bischoff2021-07-23 21:01:472026-05-04 11:39:29Vollmondtext Juli 2021: Die Stille ist nicht nichts
Pandit Rajmani Tigunait

Von Verzweiflung zur Meisterschaft des Selbst: Die Geschichte von Dhruva

Buchauszug, Weisheit der Tradition
Sternenbahn um Polarstern über Landschaft photo-nic.co.uk nic / Unsplash CC0
Lesedauer 9 Minuten

Von Pandit Rajmani Tigunait

Auszug aus seinem Buch „Vishoka-Meditation – In innerer Freude ruhen„

Eine Geschichte, die seit Tausenden von Jahren in Indien immer und immer wieder erzählt wird, gibt uns einen Einblick in die Tragweite von Vishoka-Meditation und in ihre transformierende Kraft. Dies ist die Geschichte von Dhruva, einem jungen Mann, der in einer extrem zerrütteten Familie geboren und aufgewachsen ist. Dennoch wurde Dhruva zu einem legendären Herrscher, dessen Name mit innerer Stabilität, unbezwingbarem Willen, Mut, Klarheit, Begeisterung und dauerhaftem Glück verbunden ist.

Dhruvas Vater war ein König mit zwei Ehefrauen. Dhruva war der Sohn der ersten Frau, die aus einem Königreich mit mäßiger Macht, Reichtum und Einfluss kam. Sie war bescheiden, freundlich und etwas naiv. Doch die zweite Frau, Dhruvas Stiefmutter, war schön, stolz und ehrgeizig. Sie kam aus einer mächtigen königlichen Familie und übte enormen Einfluss auf ihren Mann und seine Höflinge aus.

Nachdem sie ihren Mann unterworfen hatte, wuchs die Macht der zweiten Königin und sie sonnte sich im Glanz, der eine Herr­scherin begleitet. Aber Dhruvas Existenz beschäftigte sie. Er war der erste Sohn der ersten Frau des Königs und war nach dem Gesetz des Landes der rechtmäßige Erbe des Königs. Der Hunger der zweiten Königin nach Macht, Ansehen und Aufmerksamkeit wuchs, bis sie die Anwesenheit von Dhruva und seiner Mutter unerträglich fand. Indem sie skandalöse Gerüchte schuf und diese geschickt verbreitete, hetzte sie den König, seine Höflinge und alle anderen gegen Mutter und Sohn auf und es gelang ihr bald, sie aus dem Palast zu vertreiben. Weiterlesen

29. Juni 2021/von Pandit Rajmani Tigunait
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/06/Sterne-Landschaftphoto-nic-co-uk-nic-SeWk1Xb3wIc-unsplash.jpg 1600 2400 Pandit Rajmani Tigunait https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Pandit Rajmani Tigunait2021-06-29 15:07:372026-05-04 11:41:44Von Verzweiflung zur Meisterschaft des Selbst: Die Geschichte von Dhruva
Wolfgang Bischoff

Vollmondtext Mai 2021: Die Sprache des Herzens

Vollmondtexte
Lächeln NaturAli Hedayat/Unsplash CC0, Santosha Media CC0
Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff


Liebe Menschen,

am Mittwoch, den 26. Mai 2021 erstrahlt der Pfingstvollmond am azurblauen Himmel. lasst uns alle gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Bedeutung des Pfingstfestes kontemplieren:

Das Pfingstereignis  segnet den inspirierten und sich schulenden Menschen mit einem geheiligten Feuer, das sich im Brausen des Windes in die Menschenherzen herab senkt. Ein Wind, wie ein Sturm  beginnt sich von dort so auszudrücken, dass jeder Mensch sich im Herzen berührt fühlt. In seinem innersten Wesen fühlt sich jeder Mensch verstanden, respektiert und in Liebe angenommen. Es ist die Sprache des Herzens, die sich zu offenbaren beginnt aus dem Schöpfungsknotenpunkt des Herzens, dem Ort der Luft, des Windes. Verbunden mit diesem Element ist die Atmung, die alle Menschen miteinander verbindet und der höchste Ausdruck bedingungsloser Liebe ist. So ist auch die innere Haltung von Ehrerbietung, Achtung und Dankbarkeit vor diesem sich immer wieder neu offenbarenden Wunder von Ein- und Ausatmung die Haltung eines Menschen, der sein Leben vom Herzen aus gestaltet. Die Sprache: „Ich atme ein, ich atme aus“ ist die Sprache des Feuerzentrums, des Nabelzentrums. Eine Sprache der Macht, des Überlebenskampfes, die auf Lob und Strafe aufgebaut ist und auf der Grundhaltung, dass ich für alles verantwortlich bin und deshalb dafür sorgen muss, dass alle Menschen in meinem Einflussbereich tun, was ich von ihnen verlange.

Die Sprache des Herzens nimmt sich Zeit. So wie sie auf die Ein- und Ausatmung lauscht, so versucht sie zu verstehen, und bemüht sich, zum Wohlbefinden der Anderen beizutragen. Es ist eine suchende Sprache, eine fragende Sprache, die das Andersartige in der Welt zu ergründen bemüht ist. Der Bewusstseinswandel, der sich in uns Menschen vollzieht, vom Bewusstsein des sich Getrennt-Fühlens hin zu dem Bewusstsein, sich mit allen Lebewesen verbunden zu fühlen, ist ein schmerzhafter Prozess. Er zeigt uns unsere Schwächen und die Verletzungen, die wir anderen Menschen ständig zufügen, obwohl wir es nicht wollen. Erst aus dieser schmerzlichen Erfahrung und dem ständigen Wunsch, etwas Bedeutsames tun zu wollen und oft das Gegenteil zu erreichen, entsteht der Wunsch nach Erkenntnis und dem Aufsteigen in einen neuen Bewusstseinszustand, den wir dem Herzen, der Luft und der Atmung und in deren Essenz der Liebe zuschreiben.

Das Pfingstereignis segnet uns mit dieser Liebe der Geistigen Welt, die uns anlächelt wie auf dem Foto.

Es segnet uns mit der Ermutigung: „Du kannst 1000 Schritte rückwärts tun, wenn Du nicht vergisst, dass Du auch einen Schritt vorwärts gehen kannst.“ Wir alle sind auf unterschiedlichste Weise auf diesem  Weg der Wandlung zu einem neuen Menschen in einer neuen Zeit, die zur Heilung der Erde und der Menschen, die darauf leben, aufzublühen beginnt. Lasst uns uns gegenseitig dabei helfen, diesen Weg mutig zu gehen und lasst uns uns selber und unseren Mitmenschen ihre ständig auftretenden Schwächen verzeihen, denn wir sind doch alles nur Herzensmenschen – leider manchmal oder oft belastet mit Sprachproblemen, die etwas Anderes ausdrücken, als das, was wir eigentlich wollen.

Das Pfingstereignis ist ein Segen für uns alle und erinnert uns jedes Jahr von neuem an die Möglichkeit, den Weg vom trennenden Machtzentrum durch das reinigende Feuer in das liebende, sich mit allem verbindende Herzzentrum gehen zu können. Meine nun 40 jährige Tätigkeit als Ausbilder von YogalehrerInnen hat mich mit der Erkenntnis gesegnet, dass es diesen beschrieben Weg gibt und dass ich ihn gehen kann mit der unermüdlichen Unterstützung meiner Kollegen und Kolleginnen und aller AusbildungsteilnehmerInnen. Dafür bin ich allen von Herzen dankbar.

Ich wünsche euch eine besinnliche, gesegnete, stille Stunde und grüße euch,

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

25. Mai 2021/von Wolfgang Bischoff
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/05/ali-hedayat-FOdgr9gntvI-unsplash-modif.jpg 1350 2400 Wolfgang Bischoff https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Wolfgang Bischoff2021-05-25 23:23:272026-05-04 11:43:04Vollmondtext Mai 2021: Die Sprache des Herzens
Michael Nickel

Man sieht nur mit dem Herzen gut – doch dazu muss das Herz heil sein und der Geist still

Gedankenfutter
Tränen - Emotion - Herzschmerz - LeidKat J / Unsplash CC0
Lesedauer 10 Minuten

Von Michael Nickel

Das Herz spielt in sehr vielen, wenn nicht allen spirituellen Traditionen der Welt eine Rolle. Universell wird es als Sitz unserer Seele, unseres persönlichen Kerns gesehen. Das drückt sich schon in der Geste aus, die wir nutzen, wenn wir klarmachen wollen, dass es um uns selbst geht: Wir richten intuitiv den Zeigefinger zu unserer Brustmitte – zu unsrem Herzen.  Welchen Status das Herz als Sitz unseres Wesenskerns in den östlichen Traditionen hat, habe ich vor einiger Zeit im Gedankenfutter „Herzenssache Ganesha“ zum Ausdruck gebracht. Doch auch im Westen wird dem Herzen – und damit der angeborenen Weisheit unserer Intuition – eine dem Geist übergeordnete Stellung zugeordnet. Wenngleich es dazu unzählige Aussprüche und Zitate gibt, ist eines der berühmtesten jenes von Antoine de Saint-Exupéry aus seinem herrlichen Werk „Der kleine Prinz“:

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Antoine de Saint-Exupéry
in: „Der Kleine Prinz“

„Die Augen“ stehen hier sinnbildlich für die intellektuelle Verarbeitung unserer Sinneseindrücke aus der Außenwelt – und damit  für unseren Intellekt als Ganzes, unseren Geist. Vielleicht hat dieses Zitat zur Popularität von Herz-zentrierten Meditationen bei uns im Westen beigetragen. Es existieren eine Menge davon – klassische ebenso, wie „neu erfundene“. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie zur Wahrnehmung des Wesentlichen führen, wie Saint-Exupéry es ausdrückt. Doch man könnte in diesem Zusammenhang auch sagen: „Das Herz hat seine Tücken“ – oder viel mehr „Das Herz und der Geist haben im Zusammenspiel ihre Tücken“.

Der Grund ist ziemlich schnell gefunden. Das Herz trägt oftmals eine Vielzahl an emotionalen Verletzungen in sich und zugleich mag der Geist gerne alles andere sein als still. Schon einer der beiden Zustände – verletztes Herz oder unruhiger Geist – macht es uns extrem schwer überhaupt zu meditieren, geschweige denn auf’s oder im Herzzentrum. Als Yoga– und Meditationslehrer leite ich auch immer wieder Herz-zentrierte Übungen und Praktiken an – und erlebe dann die Reaktion der Teilnehmer*innen direkt – oder höre in Zeiten von online-Stunden hinterher davon. Was mir dabei über die Jahre klar geworden ist: es gibt zwei grobe Kategorien von Herz-zentrierten Meditationspraktiken, wenn man die Wirkung zugrunde legt. Weiterlesen

30. März 2021/von Michael Nickel
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/03/Traenen-kat-j-NPmR0RblyhQ-unsplash.jpg 2400 2400 Michael Nickel https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Michael Nickel2021-03-30 16:06:462026-05-04 11:43:59Man sieht nur mit dem Herzen gut – doch dazu muss das Herz heil sein und der Geist still
Michael Nickel

Einander von Herzen gegenseitig unterstützen – mehr benötigt denn je

Gedankenfutter
Kristina Litvjak / Unsplash CC0
Lesedauer 5 Minuten

Von Michael Nickel

Eines meiner Lieblingsworte aus der indischen Philosophie ist Shraddha. Es wird oft mit „Glauben“ oder „Vertrauen“ übersetzt, umfasst jedoch eine Reihe weiterer Bedeutungen, die letztlich alle auf eines hinauslaufen, worauf Graham M. Schweig in seiner wunderbaren Bhagavad-Gita-Ausgabe hinweist, die leider nur auf Englisch vorliegt. Shraddha ist das „wo-hinein wir unser Herz legen“. Damit wird klar, das Shraddha wesentlich mehr meint als das, was wir im Deutschen mit den Worten „Glauben“ oder „Vertrauen“ ausdrücken. Shraddha ist dementsprechend alles in unserem Leben, bei dem wir „von Herzen dabei“ sind.

Shraddha umfasst eine ganze Weltsicht und Lebenseinstellung – in einem Wort! Das ist oft das herrliche und für mich faszinierende an den Begriffen aus der Yoga-Philosophie. Dementsprechend findet man das Wort auch in unterschiedlichem Kontext. Etwa in der Bhagavad Gita, wo Krishna zu Arjuna sagt: Weiterlesen

2. März 2021/von Michael Nickel
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/03/kristina-litvjak-FO18LpXMlvk-unsplash.jpg 1152 2048 Michael Nickel https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Michael Nickel2021-03-02 17:58:422026-05-04 11:50:28Einander von Herzen gegenseitig unterstützen – mehr benötigt denn je
Wolfgang Bischoff

Vollmondtext Dezember 2020

Vollmondtexte
Vollmond Wolken Himmel Nacht MondMikkehouse/Pixabay CC0
Lesedauer 5 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

der letzte Vollmond dieses Jahres 2020 beginnt sich am Himmel zu zeigen. Er fordert uns auf, am Mittwoch, den 30.12.20, um 21 Uhr für eine Stunde gemeinsam still zu werden, um die Erfahrungen des alten Jahres anzuschauen, ohne sie zu bewerten. Für das neue Jahr können wir uns dann vornehmen, uns mit dem Göttlichen, der Kraft und dem Bewusstsein der geistigen Welt zu verbinden. Folgende Geschichte kann uns vielleicht dabei helfen:

Ein König wurde von einem Herausforderer gefragt, ob er die folgenden Fragen beantworten könne: Erstens, wo sitzt Gott? Zweitens, in welche Himmelsrichtung schaut Gott? Und drittens, was tut Gott?

Der König konnte diese Fragen nicht beantworten und wie es damals die Gewohnheit war, bat er seinen Priester zu sich und forderte ihn auf, diese Fragen zu beantworten. Sollte er es können, würde er ihn reich beschenken. Sollte er es nicht können, würde er ihn töten. Der Priester bat sich acht Tage Bedenkzeit aus. Weiterlesen

23. Dezember 2020/von Wolfgang Bischoff
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2020/12/vollmond-wolken-himmel-nacht-mond-23269.jpg 945 1680 Wolfgang Bischoff https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Wolfgang Bischoff2020-12-23 15:45:362026-05-04 11:55:02Vollmondtext Dezember 2020
Michael Nickel

Eine gewisse Dunkelheit ist nötig, um die Sterne leuchten zu sehen

Gedankenfutter
Sterne Dunkelheit Mensch leuchtenŠtefan Štefančík/Unsplash CC0
Lesedauer 6 Minuten

Von Michael Nickel

Gehörst Du auch zu den Menschen, denen die kurzen Tage und langen, dunklen Nächte im Winter zu schaffen machen? Wenn ja, bist Du sicher nicht alleine und kannst vermutlich eine Inspiration gebrauchen, die Dunkelheit mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wenn Du nicht zu diesen Menschen gehörst, dann geht es Dir vielleicht wie mir und Du magst die Dunkelheit – solange sie begrenzt ist!

Für viele scheint dieser Winter im Kopf und im Herzen besonders dunkel zu sein, wo zu den langen Nächten nun auch noch Ausgangsbeschränkungen und mehr hinzukommen. Doch mal ganz objektiv betrachtet: Die Tage sind nicht kürzer als im letzten Winter und auch die Nächte sind nicht dunkler als früher. Trotzdem kommt es uns vielleicht so vor. Und da sind wir schon beim Kern der Sache: Unsere Wahrnehmung von Dunkelheit und Licht ist höchst subjektiv. Besonders unsere Wahrnehmung von Dunkelheit hängt ganz wesentlich von unserer Prägung, unseren Erfahrungen, unseren Vorstellungen und Ängsten in Bezug auf die Dunkelheit ab. Und genau an diesem Punkt können wir konstruktiv eingreifen, indem wir die Perspektive wechseln. In anderen Worten, wir sind nicht die ewigen Opfer unserer eigenen subjektiven Welt der Gedanken und Emotionen. Wir können diese vielmehr ändern. Eines der wirkungsvollsten Werkzeuge dazu ist, durch einen Perspektivwechsel und positives Denken eine positive Konnotation zum betroffenen Gedankenkonstrukt – hier die Dunkelheit und lange dunkle Nächte – zu erschaffen und damit im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht im Dunkeln aufgehen zu lassen. Weiterlesen

22. Dezember 2020/von Michael Nickel
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2020/12/Transformation-Stefan-Stefancik-photo-1467106015942-a0ea2960655a-2000q.jpg 1333 2000 Michael Nickel https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Michael Nickel2020-12-22 13:19:102026-05-04 11:55:41Eine gewisse Dunkelheit ist nötig, um die Sterne leuchten zu sehen
Michael Nickel

Samavritti Pranayama – Mit dem Atem in den inneren Schutz- und Ruheraum

Hilfreiche Übungen & Tipps, Praxistipp, Weisheit der Tradition
Atem Luft Möwe Wolken HimmelGustavo Espindola/Unsplash CC0
Lesedauer 8 Minuten

Von Michael Nickel

Yoga und die Impulse meiner Lehrer haben mir eine seltsame Gabe beschert. Egal wo ich bin, ich nehme sofort die Atemmuster meiner Mitmenschen um mich herum wahr. Das kann ein ganz amüsanter und lehrreicher Zeitvertreib sein, etwa in der Straßenbahn. Es ist bei gut gelaunten Menschen eine sehr freudvolle Beschäftigung. Doch es kann zur Herausforderung werden, wenn ich Menschen begegne, die leiden. Lasse ich mich auf deren Atemmuster ein, können sich Abgründe auftun. Es ist ein riskantes Spiel! Mit einem Schaudern stelle ich mir vor, in diese Abgründe hineingezogen zu werden. Doch glücklicherweise passiert das nicht. Was mich davor schützt? – Die „fortgeschrittenste“ Pranayama-Übung, die mir meine Lehrer geschenkt haben: Samavritti Pranayama. Sama bedeutet „gleich“ und Vritti ist „Bewegung“. Der Name ist hier Programm: gleichförmige Atembewegung. Weiterlesen

21. Dezember 2020/von Michael Nickel
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2020/12/Atem-Luft-Moewe-Wolken-gustavo-espindola-YNDE1snEmAI-unsplash-16x9-1.jpg 1080 1920 Michael Nickel https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Michael Nickel2020-12-21 13:50:082026-05-04 11:56:12Samavritti Pranayama – Mit dem Atem in den inneren Schutz- und Ruheraum
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Inhalt Edition 11

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    3. Mai 2023 - 19:32
  • Vier Wege, um deine Meditation zu verbessern24. April 2023 - 15:55
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    Meditation: Die universelle Wissenschaft für innere Heilung24. April 2023 - 14:13
  • Yoga Sutra: Das zeitlose Handbuch für innere Entfaltung24. April 2023 - 13:37
  • Was ist Mauna oder die Praxis der Stille? – Hintergründe und Tipps für die Praxis24. April 2023 - 13:19
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    Was ist Sri Vidya? In welchem Verhältnis steht diese Philosophie zur Himalaya-Tradition?24. April 2023 - 12:59
  • Wie Yoga-Praxis unser Karma beeinflusst24. April 2023 - 12:25
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    Surya Vijnana, die solare Wissenschaft, und die transformierende Kraft des Feuers24. April 2023 - 11:22
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    Verbessere Deine Meditationshaltung! – Tipps für den Einstieg und die Optimierung21. April 2023 - 15:30
  • Gründe eine Yoga-Studiengruppe! – Gute Gründe, die dafürsprechen und wie man vorgeht21. April 2023 - 13:00
  • Wie erkennt und findet man Guru? – Die führende Kraft des Selbst im Innen und im Außen21. April 2023 - 11:42
  • So bleibst Du in der Meditation wach! Hintergründe, Vorbereitung und 7 Tipps zum Wachbleiben20. April 2023 - 20:42
  • Der Schlüssel zur Meisterschaft: Weshalb es für den Erfolg in der Praxis wichtig ist, die Anleitung zu befolgen20. April 2023 - 17:59
  • Unser Planet und wir: Die inspirierenden Lehren der tantrischen Seher für eine nachhaltige Zukunft20. April 2023 - 13:51

Gedankenfutter-Blog

  • Vollmond April/Mai 2026 – Den wahren Reichtum im Leben finden28. April 2026 - 20:32
  • Friedensgebet des Heiligen Franz von Assisi – neue Übersetzung9. Januar 2023 - 17:22
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    Zur elften Stunde: Swami Rama25. Juni 2021 - 12:39

    Von Pandit Rajmani Tigunait

    Weltbürger und Yogi aus dem Himalaya, Biographie eines spirituellen Meisters
    (limitierte bibliophile Ausgabe in Leinen)

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    Vishoka-Meditation15. Juni 2020 - 0:00

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