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Schlagwortarchiv für: Mantra

Pandit Rajmani Tigunait

Mantra-zentriertes Purashcharana – Meditation jenseits unserer Begrenzungen

2022 Sommer, Hilfreiche Übungen & Tipps, Weisheit der Tradition
Berg StilleSamuel Ferrara/Unsplash CC0
Lesedauer 5 Minuten

Von Pandit Rajmani Tigunait

Mantra-zentriertes Purashcharana stellt eine einzigartige Spezialität in der Tra­dit­ion der Meister des Himalayas dar. Es existieren Tausende von Mantras. Einige sind in den Schriften dokumentiert, andere werden durch mündliche Überlieferung weiter­­gegeben. Eine kleine Anzahl von Mantras dient der spiri­tuellen Entfaltung, aber die Mehrheit dient der Überwindung von Hindernissen, die ihren Ursprung in unserem Geist oder in der Welt außerhalb von uns haben. Hindernisse, welche beispielsweise durch Angst, Trauer oder Selbstmordgedanken entstehen, sind die Domäne von Mantra-zentriertem Purashcharana. Die vorsorglichen Maßnahmen und Voraussetzungen für ein solches Purashcharana sind strenger als für solche, die keine Mantras beinhalten. Weiterlesen

11. Juli 2022/von Pandit Rajmani Tigunait
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2020/11/Mountain_samuel-ferrara-IEHPDNk2-8w-unsplash_2000.jpg 1125 2000 Pandit Rajmani Tigunait https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Pandit Rajmani Tigunait2022-07-11 11:44:482026-05-04 11:29:37Mantra-zentriertes Purashcharana – Meditation jenseits unserer Begrenzungen
Wolfgang Bischoff

Vollmondtext Juli 2022 – Vom Mantra als ständigem Begleiter und Freund in allen Lebenslagen

Vollmondtexte
Luca/Unsplasch CC0
Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

am 13. Juli 2022 leuchtet der Juli-Vollmond kühl durch die Wolken und lädt uns ein, mit ihm still zu werden und uns auf das Wesentliche zu besinnen, das uns umgibt. Oft zeigt es sich uns in einem Lebensaugenblick, in dem wir es gar nicht erwartet haben. Vorstellungen, Erwartungen,wie die Welt zu sein hat, Prinzipien und Regeln, nach denen wir uns zu verhalten versuchen, um eine Orientierung im Leben zu bekommen, nehmen uns die wache Aufmerksamkeit für das Einzigartige, Unvorhersehbare des Augenblickes. Doch manchmal, wenn es uns gelingt, uns freizumachen von Bewertungen, können wir die kreative Schönheit des Lebensaugenblickes wahrnehmen, den Vollmond in seinem ruhigen Strahlen, den Mitmenschen in seiner Einmaligkeit und Andersartigkeit. Voll Staunen werden wir ganz still, beginnen zu schauen und zu lauschen, so als würden wir mit unserem ganzen Wesen wahrzunehmen beginnen. Dann taucht das persönliche Mantra im Geist auf und unterstützt diesen sich entfaltenden Prozess.

Weiterlesen

11. Juli 2022/von Wolfgang Bischoff
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2022/07/luca-vFrhuBvI-hI-unsplash.jpg 1280 1920 Wolfgang Bischoff https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Wolfgang Bischoff2022-07-11 11:07:212026-05-04 11:29:49Vollmondtext Juli 2022 – Vom Mantra als ständigem Begleiter und Freund in allen Lebenslagen
Pandit Rajmani Tigunait

Unsere Meditationspraxis vertiefen und uns selbst erkennen – Wie man ein Purashcharana praktiziert

2022 Sommer, Hilfreiche Übungen & Tipps, Praxistipp, Weisheit der Tradition
rktkn/unsplash CC0
Lesedauer 9 Minuten

Von Pandit Rajmani Tigunait

Zweifel, Einsamkeit und Angst sind nur einige der subtilen Tendenzen, die unserem Körper die Vitalität entziehen und die Brillanz unseres Geistes trüben. Die Praxis eines Purashcharana ermöglicht es uns, die Quellen dieser Tendenzen zu entdecken und die Verletzungen zu heilen, die sie unserem Körper und Geist zugefügt haben. Wie bereits beschrieben, bedeutet Purashcharana »einen Schritt nach vorn«. In den meisten Meditationssystemen existiert das Konzept von Purashcharana nicht, und selbst wenn es existiert, bedeutet es lediglich, eine bestimmte Anzahl von Mantra-Rezitationen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne durchzuführen. In der Schule der Vishoka-Meditation ist Purashcharana klar definiert.

Die allgemeinen Richtlinien für die Durchführung eines Purashcharana erfordern die Vermeidung aller Extreme. Zum Beispiel sollte der Ort, an dem man übt, sauber, nicht zu hell, nicht zu dunkel, nicht isoliert, aber nicht in der Nähe eines überfüllten Ortes sein. Er sollte weder laut noch totenstill sein. Er sollte frei von starken Aromen sein, sowohl angenehmen als auch unangenehmen. Es sollte weder übermäßig dekoriert noch völlig kahl sein. Ebenso sollte man während des Purashcharana weder aktiv nach einer Beschäftigung mit weltlichen Dingen suchen noch sich völlig abschirmen. Mit anderen Worten: Der Aufenthalt in der Mitte erfüllt die erste allgemeine Voraussetzung für die Durchführung eines Purashcharana. Weiterlesen

11. Juli 2022/von Pandit Rajmani Tigunait
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2022/07/rktkn-iGj6MTyjC3M-unsplash.jpg 1600 2400 Pandit Rajmani Tigunait https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Pandit Rajmani Tigunait2022-07-11 10:38:422026-05-04 11:30:08Unsere Meditationspraxis vertiefen und uns selbst erkennen – Wie man ein Purashcharana praktiziert
Rolf Sovik

Das Gayatri Mantra: Erwachen in Hingabe an die Sonne

2022 Sommer, Hilfreiche Übungen & Tipps, Praxistipp, Weisheit der Tradition
Sonnenaufgang Willkommen heißen Arme ausbreitenZac Durant / Unsplash CC0
Lesedauer 10 Minuten

Von Rolf Sovik

Die Dämmerungsstunden – morgens und abends – rufen uns dazu auf, die Reise zurück zu unserem inneren Selbst anzutreten. Deshalb singen die Veden: „O Paar göttlicher Mächte, Nacht und Morgengrauen, kommt heran … wie zwei Boote, bringt uns hinüber.“ In alten Zeiten standen eifrige Sucher früh auf, badeten, führten ihre Rituale durch, rezitierten Mantras und saßen in Meditation. Am Abend spülten sie die Müdigkeit des Tages mit einer weiteren Meditationsphase weg. Auch heute noch sind unter Yoga-Praktizierenden die morgendlichen und abendlichen Übergänge die traditionellen Meditationszeiten.

Die Meditation, die zu diesen Tages- und Nachtzeiten durchgeführt wird, wird Sandhya-Meditation genannt (im Sanskrit bedeutet das Wort Sandhya einen Übergang). Sandhya-Meditationen, die teilweise noch aus vedischen Zeiten stammen, werden auf der ganzen Welt praktiziert. Diese Meditationen durchdringen das tägliche Leben von Millionen von Menschen mit einem Gefühl der Hingabe und Selbstbeobachtung. Wie das frühe Morgenlicht, das die Dunkelheit vertreibt und die Landschaft erhellt, reinigt, erleuchtet und nährt die Sandhya-Meditation den Geist. Weiterlesen

9. Juli 2022/von Rolf Sovik
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/03/zac-durant-_6HzPU9Hyfg-unsplash.jpg 1406 2500 Rolf Sovik https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Rolf Sovik2022-07-09 13:41:202026-05-04 11:30:20Das Gayatri Mantra: Erwachen in Hingabe an die Sonne
Rolf Sovik

Das Maha Mrityunjaya Mantra: Heile dich selbst und heile die Welt

2022 Sommer, Hilfreiche Übungen & Tipps, Praxistipp, Weisheit der Tradition
at-infinity/unsplash cc0
Lesedauer 14 Minuten

Von Rolf Sovik

Die Schriften des alten Indiens sind voll von Geschichten, Mythen und Legenden, in denen sich Philosophie mit Hingabe verbindet. Große Persönlichkeiten tauchen in diesen Erzählungen auf, darunter der Weise Markandeya, dessen Lehren in der Markandeya Purana zu finden sind. Sein Text ist vor allem wegen seiner Schilderung der Herrlichkeit der göttlichen Mutter in Erinnerung geblieben. Markandeya wird auch für seine Vision der kosmischen Sintflut gerühmt, und im Mahabharata ist er ein Ehrengast im Waldlager der heldenhaften Pandava-Brüder. Aber seine Geschichte beginnt schon vor seiner Geburt. Weiterlesen

9. Juli 2022/von Rolf Sovik
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2022/07/at-infinity-pi4a3mucMEA-unsplash.jpg 1350 2400 Rolf Sovik https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Rolf Sovik2022-07-09 13:41:172026-05-04 11:30:33Das Maha Mrityunjaya Mantra: Heile dich selbst und heile die Welt
Swami Rama

Die Wissenschaft von Mantra

2022 Sommer, Weisheit der Tradition
Vollmond über den schneebedeckten BergenBenjamin Child / unsplash CC0
Lesedauer 12 Minuten

Von Swami Rama

Wer meditiert, will sein Innenleben erforschen, jene unbekannten inneren Ebenen seines Wesens. Denn das Ziel der Meditation ist es, sich des inneren Bewusstseinszentrums bewusst zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Meditierende eine systematische und methodische Technik anwenden, um immer tiefere Ebenen der inneren Erfahrung zu erreichen.

Bei einem solchen Ansatz müssen die Meditierenden zunächst die Funktionsweise ihres physischen Körpers beruhigen und ausgleichen. Als Nächstes müssen sie den Atem zur Ruhe bringen. Und dann beginnen sie damit, den Geist still werden zu lassen. Schließlich versuchen sie, über alle Ebenen des bewussten und sogar des unbewussten Geistes hinauszugehen und sich in ihrer wesentlichen Natur zu verankern.

Diese innere Erkundung ist nicht mit der Art zu vergleichen, wie wir die äußere Welt betrachten, wenn wir die Dinge um uns herum untersuchen. Wir alle haben von unseren Eltern und in der Schule gelernt, die Objekte dieser Welt zu erforschen und zu studieren, doch diese erlernten Techniken helfen uns nicht dabei, die innere Welt zu erkunden. Dafür müssen wir die präzise und genaue Wissenschaft der Meditation anwenden, sonst verschwenden wir nur unsere Zeit und erreichen nie unser Ziel. Weiterlesen

1. Juli 2022/von Swami Rama
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/07/Mond-benjamin-child-6msS8vT5pzw-unsplash.jpg 1600 2400 Swami Rama https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Swami Rama2022-07-01 13:18:542026-05-04 11:30:45Die Wissenschaft von Mantra
Rolf Sovik

Fünf einfache Yoga-Übungen für nachhaltigen Frieden im Kopf

Hilfreiche Übungen & Tipps, Praxistipp
leonard-cotte/Unsplash CC0
Lesedauer 7 Minuten

Von Rolf Sovik

Eines frühen Morgens vor vielen Jahren fuhren meine Frau und ich in der Dunkelheit zum Gipfel des Cadillac Mountain in Maine. Wir fuhren zu einem Ort, von dem man uns gesagt hatte, dass wir die ersten Sonnenstrahlen an der Ostküste sehen könnten. Nachdem wir das Auto geparkt hatten, gingen wir mit der Taschenlampe zu einer offenen Fläche und ließen uns auf einer Decke nieder, um auf den Sonnenaufgang zu warten. Doch schon bald stellten wir fest, dass das Ereignis nicht so ruhig sein würde, wie wir erwartet hatten. Viele andere Sonnenanbeter umgaben uns, und Lachen und Stimmengewirr erfüllten die Dunkelheit. Auch Tabakrauch hing in der stillen Luft, und da nur wenig Platz zwischen den einzelnen Gruppen war, hörten wir den Gesprächen zu, als wären wir ein Teil von ihnen. Die Stimmen wurden immer lauter, als sich neue Leute zu den bereits Versammelten gesellten. Der Berg brummte und es schien, als würde sich der mystische Moment, den wir erwartet hatten, in eine laute Party verwandeln.

Dann geschah es. Die Sonne erschien. Lichtstrahlen brachen über den Horizont, und die Landschaft unter uns tauchte langsam aus der Dunkelheit auf. Als die Schatten der Nacht verschwanden, wurde es still um uns herum. Die Zigaretten wurden ausgedrückt, das Lachen verschwand und das Drama der Morgendämmerung spielte sich in einem Raum ab, den wir nun mit unseren Augen messen konnten. Im zunehmenden Licht wurde der Berg still, und eine heitere Stille umfing uns.

Mentales Geschnatter zum Schweigen bringen

Unser Verstand ahmt häufig die Menschenmenge auf dem Cadillac Mountain nach. Isoliert, gefangen von unseren Gewohnheiten und Sorgen, warten wir eher geistesabwesend auf das Erscheinen eines höheren geistigen Lichts. In der Zwischenzeit plappert unser Verstand weiter, unsere Gedanken werden von vorübergehenden Emotionen und Wünschen auf den Bildschirm unseres Bewusstseins geschleudert. Weiterlesen

23. März 2022/von Rolf Sovik
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2022/03/leonard-cotte-t9FoE7ujRg8-unsplash.jpg 1600 2400 Rolf Sovik https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Rolf Sovik2022-03-23 17:45:472026-05-04 11:32:55Fünf einfache Yoga-Übungen für nachhaltigen Frieden im Kopf
Swami Rama

Der Sinn und Zweck des Lebens

Weisheit der Tradition
aamir-suhail/unsplash CC0
Lesedauer 13 Minuten

Von Swami Rama

Wie viele tiefe, schöne und kraftvolle Künste und Wissenschaften hat auch Yoga unter der spirituellen Armut der modernen Welt gelitten – es wurde trivialisiert, verwässert oder auf Klischees reduziert. Die tiefe und ewige Essenz des Yoga wurde von cleveren Menschen falsch dargestellt und für den persönlichen Profit verpackt. Manche haben Yoga auf ein beliebiges weiteres Übungsprogramm reduziert. In anderen Zusammenhängen wurde Yoga als Kultreligion dargestellt, die „Anhänger“ anlocken soll. Um das klare und reine Konzept des Yoga ist ein derartiger Nebel der Verwirrung entstanden, dass es jetzt notwendig ist, Yoga neu zu definieren und seinen Sinn und Zweck zu klären.

Yoga definiert sich selbst als Wissenschaft, das heißt, als eine praktische, methodische und systematische Disziplin oder eine Reihe von Techniken, die das hehre Ziel haben, den Menschen zu helfen, sich ihrer wahren Natur bewusst zu werden. Das Ziel, dieses tiefste Potenzial zu erfahren, ist nicht Teil eines religiösen Prozesses. Es ist eine Erfahrungswissenschaft der Selbsterkenntnis. Religionen versuchen zu definieren, was wir glauben sollen, während eine praktische Wissenschaft wie die Meditation auf den konkreten Erfahrungen von Lehrern und Yogis beruht, die diese Techniken eingesetzt haben, um das tiefste Selbst zu erfahren. Yoga steht in keinem Widerspruch zu irgendeiner Religion und kann von allen Menschen praktiziert werden, egal ob sie sich als Agnostiker oder als Angehörige eines bestimmten Glaubens verstehen.

Yoga definiert sich selbst als Wissenschaft.

Im Laufe der Geschichte wurden yogische Techniken sowohl im Osten als auch im Westen praktiziert, daher wäre es ein Fehler, Yoga als „östlichen Import“ zu betrachten. Tatsächlich ist Yoga mit seinen kraftvollen Techniken, die ein Gefühl von innerem Frieden, Harmonie und Klarheit des Geistes schaffen, für die moderne Welt absolut relevant – sowohl im Osten als auch im Westen. Angesichts des zunehmenden Tempos und der Konflikte im modernen Leben mit all dem daraus resultierenden Stress könnte man sagen, dass Yoga zu einem überlebenswichtigen Werkzeug geworden ist, um die Kreativität und Freude in unserem Leben zu steigern. Weiterlesen

23. März 2022/von Swami Rama
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2022/03/aamir-suhail-ATlRqTCbvV4-unsplash.jpg 1596 2400 Swami Rama https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Swami Rama2022-03-23 17:33:522026-05-04 11:33:08Der Sinn und Zweck des Lebens
Rolf Sovik

Ein Gebet für den Frieden

2022 Sommer, Weisheit der Tradition
satyadev-hirani/unsplash cc0
Lesedauer 10 Minuten

Von Rolf Sovik

Als ich ein Kind war, versammelte sich unsere Familie jedes Jahr zur Weihnachtszeit im Haus einer Großtante. Tante Anna, eine Frau mit einem warmen Herzen, liebte es, an den Weihnachtsfeiertagen die Freuden ihrer Küche mit uns zu teilen, doch für uns Kinder war der Höhepunkt des Abends die Angelpartie im Haus. Nachdem der Nachtisch serviert und genug Kaffee verteilt worden war, um den norwegischen Heißhunger zu stillen, stocherte jedes Kind abwechselnd mit einer Angelrute aus Bambus in einer Decke, die in einem Türrahmen hing. An der Angelrute war eine Schnur befestigt und am Ende der Schnur eine Sicherheitsnadel. Ein Kind nach dem anderen hielt die Angelrute, während die Nadel an einem speziell ausgewählten Geschenk befestigt wurde – ein Preis, der erst nach einigem spielerischen Heben und Ziehen an der Schnur zum Vorschein kam.

Das Bemühen um Frieden ist eine Notwendigkeit im Leben.

Wenn es an der Zeit war, sich zum Angeln zu versammeln, liefen die Emotionen oft aus dem Ruder. Alle Kinder rannten, um einen Platz in der Nähe der Tür zu ergattern. Die Kleinen weinten, weil sie aus dem Weg gestoßen wurden, und die älteren Jungen versuchten spielerisch, einen Blick hinter den Vorhang zu werfen – und verkündeten der aufgeregten Gruppe lautstark ihre Entdeckungen. In diesem Moment schritten die Erwachsenen ein, um Frieden zu stiften und verletzte Gefühle zu besänftigen: Ein Onkel mit einer klangvollen Stimme rief den Raum wieder zur Ordnung; kleine Kinder bekamen einen Platz in der ersten Reihe, und die größeren Kinder wurden nach hinten gestellt. Wir wurden alle daran erinnert, uns ruhig zu verhalten, um die Fische nicht zu erschrecken – ein Ratschlag, der die Aufregung immer wieder beruhigte. Nach einer auffallend lauten Ansage des Namens des ersten Anglers (wegen des schlechten Gehörs hatte der Teich gelegentlich das falsche Geschenk hervorgebracht, was zu einigen heiklen Verhandlungen führte), begann das Angeln.

Shanti Patha

Das Bemühen um Frieden ist eine Notwendigkeit im Leben – nicht nur, um eine lärmende Versammlung zu beruhigen, sondern auch, um uns selbst zu beruhigen, auf einer subtileren Ebene. Ein von Herzen kommender Ruf nach Frieden ist ein mächtiges Mittel, um Ordnung und Sinn wiederherzustellen. Er beruhigt die Aufregung, stärkt unsere innere Entschlossenheit und fördert das Gefühl der Leichtigkeit, das es uns ermöglicht, unsere Handlungen gekonnt auszuführen. Um sinnvoll zu sein, benötigt der Ruf nach Frieden jedoch ein gewisses Maß an innerer Stärke und Autorität. Wenn wir nicht erkennen, wie es sich anfühlt, wenn uns der Frieden entgleitet – und dann wieder angemahnt wird – wird die Bitte um Frieden zu einem leeren Ritual. Weiterlesen

23. März 2022/von Rolf Sovik
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2022/03/satyadev-hirani-fpk_tonCpVI-unsplash.jpg 1622 2400 Rolf Sovik https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Rolf Sovik2022-03-23 17:07:412026-05-04 11:33:24Ein Gebet für den Frieden
Wolfgang Bischoff

Vollmondtext März 2022: Die Pflege der Anwesenheit Gottes in jedem Lebensaugenblick.

Vollmondtexte
martin-adams/unsplash cc0
Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

Am 18. März erstrahlt der Vollmond am Himmel und heißt den kommenden Frühling willkommen. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und den folgenden Text kontemplieren:

In den Yoga Sutras steht:

Es gibt einen ganz einfachen Weg in die Freiheit und zur Befreiung von allem, was uns belastet, bedrückt und behindert zu gelangen, und das ist die Pflege der Anwesenheit Gottes in jedem Lebensaugenblick.

Die Anwesenheit Gottes in jedem Lebensaugenblick zu pflegen, gelingt durch die ununterbrochene Wiederholung des Mantras oder eines Gebetes, die das Göttliche der Geistigen Welt repräsentieren. Die Kraft des stillen Gebetes ist unvorstellbar mächtig.

Es tut mir in der Seele weh, zuschauen zu müssen und nur zu können, wie in der Ukraine Kinder, Mütter und Väter, Freunde und Bekannte brutal erschossen werden, hungern, frieren und nicht das Notwendigste zum Leben haben. Weiterlesen

16. März 2022/von Wolfgang Bischoff
https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2022/03/martin-adams-y1M0dZ-1Psc-unsplash.jpg 1600 2400 Wolfgang Bischoff https://agni-magazin.de/wp-content/uploads/sites/4/2023/05/Agni-Magazin-Logo-Schrift-017309ff.png Wolfgang Bischoff2022-03-16 12:36:542026-05-04 11:34:34Vollmondtext März 2022: Die Pflege der Anwesenheit Gottes in jedem Lebensaugenblick.
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